Morsch, faul, defekt: Spielplätze im Visier

Von Axel GrysczykOffenbach - Schönes Wetter ist Spielplatzzeit für Kinder. Doch: "Defekte Schaukeln, Rutschen und Klettergerüste sind eine ernste Gefahrenquelle", warnt Arno Weber, Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Sicherheitsingenieure.

Er rät Eltern, sowohl die Geräte im eigenen Garten einer Sicht- und Funktionsprüfung zu unterziehen als auch auf öffentlichen Kinderspielplätzen auf Mängel zu achten. Das kann Oliver Gaksch, Sprecher der Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft (ESO), nur bestätigen. "Wir sind darauf angewiesen, dass sich Bürger oder Eltern melden und uns auf mögliche Gefahren auf den Spielplätzen hinweisen." Doch die ESO macht noch viel mehr.

Gaksch teilt mit, dass die ESO-Mitarbeiter bei ihren Routinearbeiten regelmäßig die 65 Spielplätze der Stadt Offenbach auf Schäden überprüfen. Zu diesen Arbeiten gehören die Pflege der Grünflächen, aber auch der jährliche Austausch des Sandes auf den Spielplätzen. Darüber hinaus kontrolliert die ESO-Schwesterfirma GBM (Gebäude-Management GmbH) einmal wöchentlich die öffentlichen Spielplätze. "Unfälle auf Spielplätzen aus den vergangenen Jahren sind mir nicht bekannt", sagt Gaksch. Der Aufwand bei den Kontrollen sei gerechtfertigt, schließlich stehe die Sicherheit an erster Stelle.

Probleme bereiten immer wieder Vandalismusschäden auf den Anlagen. Älter werdende Anlagen habe man im Blick, sagt Gaksch, aber gegen plötzlichen auftretenden Vandalismus könne man nichts machen. Wenn dann am nächsten Tag ein Dreikäsehoch zum Spielen kommt, kann die defekte Anlage das Verletzungsrisiko extrem vergrößern.

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