354 Meter gestrickter Protest

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Mehr als 200 Hattersheimer haben bei der Strick-Aktion vergangene Woche angepackt.

Hattersheim – Damit hatte niemand gerechnet: 354 Meter lang geworden ist der Schal, den Hattersheimer aus Protest gestrickt haben. Hattersheim soll aus dem Projekt „Soziale Stadt“ herausfallen. Von Julia Renner

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"Hattersheim strickt und kämpft"

Viele soziale und bauliche Projekte könnten dann kaum mehr gehalten werden, befürchtet Heike Bülter, Leiterin des Stadtteilbüros. Deshalb haben dutzende Hattersheimer gestrickt und gestrickt. Am vergangenen Freitag, 16. März, wurde der 40 Zentimeter breite und 354 Meter lange Schal schließlich um den Südringtreff gewickelt. Rund 200 Leute waren dabei und haben geholfen.

Fast genauso viele waren bei der Podiumsdiskussion, zu der neben der Hattersheimer Bürgermeisterin Antje Köster auch die Landtagsabgeordneten Rene Rock (FDP), Christian Heinz (CDU), Kordula Schulz-Asche (Grüne), Nancy Faeser (SPD) und Willi van Ooyen (Die Linke) kamen. Dass es mit der Förderung irgendwie weitergehen muss, sagt Heike Bülter, sei allen klar gewesen. Verbindliche Zusagen gab es trotzdem nicht.

Bülter hofft darauf, dass die Strick-Aktion wachgerüttelt hat und sich weitere Kommunen beteiligen, die bald aus dem Förderprogramm ausscheiden und sich um die Zukunft ihrer Projekte sorgen. Gemeinsam soll dann weitergestrickt werden – um eventuell sogar noch in diesem Jahr den Landtag mit dem riesigen Schal einzuwickeln.

Weitere Infos zum Projekt „Soziale Stadt“ gibt es im Internet auf der Seite http://www.sozialestadt.de.

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