Sieben Betriebe geschlossen

Mäuse, Ratten, Kakerlaken: Restaurant-Razzia in Frankfurt

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Frankfurt - Die Überprüfung durch Stadtpolizei und Lebensmittelkontrolleure von insgesamt 17 Restaurants im Bahnhofs- und Innenstadtbereich brachte teilweise besorgniserregende Ergebnisse.

Nur eines der Lokale kam ohne eine Beanstandung oder Anzeige davon. Neben den lebensmittelrechtlichen Missständen gab es Anzeigen wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz und wegen illegalen Aufenthalts, die sogar zu einer Festnahme führten. Insgesamt sieben Restaurants mussten von den Lebensmittelkontrolleuren vorläufig geschlossen werden. Grund waren immer gravierende Hygienemängel und starker Schädlingsbefall durch Ratten, Mäuse und Kakerlaken. Verschimmelte Regale, fetttriefende Abzugshauben, stark verschmutzte Spülmaschinen, unzureichende Personalhygiene, falsch gelagerte Lebensmittel (teilweise unverpackt eingefroren und von Gefrierbrand überzogen), Schädlinge in Lagern und teilweise in Küchen, Fraßspuren an Lebensmittelpackungen - die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Ordnungsamtsleiter Jörg Bannach  zeigt sich trotz, oder gerade wegen, der vorgefundenen Zustände zufrieden: „Hier zeigt sich die gute Zusammenarbeit innerhalb unseres Hauses. Verschiedene Fachbereiche arbeiten sehr gut und reibungslos zusammen, um Misstände aufzudecken und die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften zu gewährleisten.“

Stadtrat Markus Frank kündigt an: „Natürlich werden auch zukünftig neben den üblichen Kontrollen solche Aktionen stattfinden. Eine unserer Hauptaufgaben ist der Schutz der Verbraucher!“

dpa

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