LKW-Unfälle: Wie sicher ist die A3 noch?

"Und die Beamten können haarsträubende Geschichten erzählen. Die Autobahnpolizei Aschaffenburg-Hösbach stoppt einen türkischen Laster. Die Antriebsachse bremst nicht. Der Grund: Es gibt keine Bremsbacken.

Die haben Mechaniker bei einer Reparatur in der Türkei einfach nicht mehr eingebaut.Der Offenbacher Polizeisprecher Henry Faltin, zuständig für die A3: "Einmal haben die Kollegen einen Lkw auf einen Parkplatz herausgewunken. Als er anhielt, war das Geräusch der entweichenden Brems-Druckluft lauter als der noch laufende Motor."br /br /Faltin berichtet auch, dass bei Kontrollen oft Beamte des Zolls und des TÜVs anwesend sind. Faltin: "Einen angehaltenen Kleintransporter hat ein TÜV-Mitarbeiter an Ort und Stelle entstempelt. Der Transporter war so durchgerostet, dass er sofort aus dem Verkehr gezogen wurde. Abtransport der Ladung und Entsorgung des Fahrzeuges musste der Eigentümer bezahlen."br /br /Oft muss der Zoll wegen fehlender Papiere eingreifen. Faltin: "Auf der A3 kommen einige Vergehen zusammen: Gar nicht angemeldete Fahrer, Steuerbetrug wegen falscher Papiere oder Ladung und noch vieles mehr." Er und seine Kollegen sehen das größte Problem in der unzureichend gesicherten Ladung. Die Fahrer hätten schlichtweg keine Zeit, die halbe Stunde für das richtige Festmachen der Ladung zu investieren.br /br /Auch wenn im Durchschnitt 50 Prozent der Lkw bei Kontrollen wegen Mängeln zunächst nicht weiterfahren dürfen, sieht Faltin kein Problem für den restlichen Verkehr auf der Autobahn. Zum einen hätten die Beamten einen geschulten Blick, welche Brummis sie herauswinken. Daher sei die Zahl der Beanstandungen so hoch. Zum anderen habe sich die Sicherheit in den Lkw ständig weiterentwickelt. Faltin: "Es gibt Warntöne bei zu geringem Abstand und weitere Hilfen für den Fahrer." A3-Autofahrer bräuchten sich keine Sorgen mac

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