Leser-Meinungen zu verspäteter Postzustellung

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Dirk Henninger aus Frankfurt wartete an Weihnachten vergeblich auf seine Post.

Frankfurt - Nach dem EXTRA-TIPP-Bericht über Dirk Henninger aus Frankfurt, der immer wieder auf seine Briefe warten muss, erreichten die Redaktion zahlreiche Leserbriefe. Hier sind die Meinungen unserer Leser auf einen Blick.

"Mit Interesse habe ich Ihren Bericht und die Leserbriefe zur Postzustellung gelesen. Für Goldstein gilt Ähnliches. Auf meine Beschwerde hin erhielt ich einen nichtsagenden Brief , der mit dem Satz endet: `Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass Sie - sofern sich an dem eigentlichen Sachverhalt nichts geändert hat - keine weiteren Informationen zum gleichen Thema erhalten.` Inzwischen ist am letzten Samstag, 14. Januar, wieder die Zustellung ausgeblieben." Helmut Klenk aus Frankfurt

 

"Mir ist unverständlich, wieso der Briefträger eine abonnierte regionale Tageszeitung bringt. Außerdem ist klar, dass ein Briefträger am Tag nicht zwölf oder 13 Stunden arbeiten darf. Die gesetzlich in Deutschland zulässige Höchsttagsarbeitszeit beträgt zehn Stunden, aber ausnahmsweise." Ralf Werchan, Frankfurt

"Ich bin eine von 70000 Postzustellern im Bundesgebiet. Ein Kunde aus Sachsenhausen beschwerte sich, dass er an beiden Tagen keine Post erhalten hatte. Tatsächlich ist es an beiden Tagen üblich, dass um 13 Uhr die Zustellung abgebrochen werden kann, wenn man noch nicht fertig ist. Dies sind die beiden einzigen Tage im Jahr, an denen diese Regelung gilt. Die Gründe hierfür kann sich bestimmt Jeder ausmalen. Selbst wenn man abbricht, sind noch Nacharbeiten zu tätigen, und je nach Heimweg ist man nicht vor 14.30 Uhr zu Hause. Wir haben alle Familien und Freunde, die froh sind, wenn wir endlich mitfeiern können. Natürlich ist es ärgerlich für den Kunden, wenn immer dieselben Personen von dem Abbruch betroffen sind, aber es lässt sich aus logistischen Gründen nicht für diese zwei Tage die Gangfolge ändern. Allerdings würde ich der Person im nächsten Jahr raten, den Stammzusteller zu bitten, dass er wenigstens die Tageszeitung zustellt, dass ließe sich bestimmt regeln. Wenn an anderen Tagen keine Post kommt, dann war wohl auch keine da! Wir stellen jedenfalls an sechs Tagen pro Woche zu. In meinem Bezirk habe ich zum Glück keine derartigen Erfahrungen gemacht, dort ernte ich eher Freude oder Verwunderung, dass wir sogar an Heiligabend und Silvester kommen. Manchmal ist es jedenfalls erfolgreicher, man redet mit den Menschen, als immer gleich zur großen Beschwerdekeule zu greifen." Sabine Kress Maintal

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Antwort auf den Leserbreif von Sabine Kress

 

"Ich finde es sehr gut, daß es in Ihrem Zusteller-Bezirk so gut funktioniert und akzeptiere Ihre Argumentation über zu wenig Zeit. Doch die Realität in anderen Bezirken ist zum Teil eine ganz andere, die  eigentlich so nicht akzeptiert werden kann. Zum Beispiel werden Nachnahmesendungen nicht zugestellt, obwohl jemand nachweislich zu Hause war. Man findet nur eine Karte im Briefkasten, wo man seine Postsendung abholen kann. So etwas kommt öfter vor, nicht nur einmal. Normale Postsendungen gehen als  unzustellbar zurück, auch wenn der Name groß und breit am Briefkasten steht. Postsendungen mit gleichem Nachnamen, die aber in einer ganz anderen Straße wohnen, landen bei mir im Briefkasten und das mehrmals im Jahr.

Was nutzt es, mit dem Zusteller zu reden, wenn er  die Adresse scheinbar nicht richtig lesen kann oder keine Lust hat? Diese Mängel treten nicht nur bei mir auf, sondern bei vielen Bewohnern in unserem Stadtteil."  Arno Becker aus Nieder-Eschbach

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