Kommentar

Schluss mit Geiz ist geil beim Bauen

  • schließen

Aus dem Wettbewerb in der Baubranche muss die Luft herausgelassen werden. Öffentliche Auftraggeber  müssen bei der Vergabe von Bauprojekten mehr Spielraum haben. Ein Kommentar von Dirk Beutel

Gerade die Kommunen müssen aufs Geld schauen und erteilen den Unternehmen mit dem günstigsten Angebot den Zuschlag. Diese gesetzliche Vorgabe ist aber unfair, fördert Schwarzarbeit, verzerrt den Wettbewerb und kostet Jobs. Subunternehmer  aus Osteuropa stechen hier ansässige Unternehmen leicht aus. Denn ein Stundenlohn um die fünf Euro ist für die dort angestellten Wanderarbeiter  gutes Geld. Da kann kein deutscher Betrieb mithalten, der den Mindestlohn  zahlt, zusätzlich Steuern, Miete für sein Büro und Sozialabgaben  abdrücken muss. Dazu kommt: Wer billige Preise anbietet, leistet nicht selten billige Arbeit, die später korrigiert werden muss. Das ist volkswirtschaftlicher Unsinn. Der Trend aber zeigt: Arbeitskräfte werden immer öfter aus dem Osten geholt, sogar aus China. Schluss mit Geiz ist geil, Qualität hat ihren Preis. Die Ehrlichen dürfen nicht mehr die Dummen sein.

Hier geht´s zum Artikel "Preisschlacht am Bau wird immer heftiger"

Mehr zum Thema

Dirk Beutel

Dirk Beutel

E-Mail:dirk.beutel@extratipp.com

Kommentare