Kommentar

Schluss mit Schmarotzern in der Klinik

Jeder fünfte Patient, der sich in der Notaufnahme vorstellt, sollte sich in Grund und Boden schämen. Kopfschmerzen, Durchfall, Prellungen, Sonnenbrand: Wer wegen dieser Bagatellen die ohnehin oft überfüllten Notfalleinrichtungen aufsucht, handelt arrogant und egoistisch.  Kommentar von Oliver Haas

Die Klinik-Notaufnahme darf nicht als bequemer 24-Stunden-Service verstanden werden. Und sie ist auch keine beliebige Alternative für den Gang zum Hausarzt. Und doch scheinen dies viele so zu sehen – von Einsicht keine Spur. Im Gegenteil: Das Klinikpersonal wird angeschnauzt, wenn man die Patienten darauf aufmerksam macht, dass ihre Wehwehchen keine Notfälle sind. Durch den erhöhten Arbeitsaufwand müssen Patienten mit „richtigen“ Notfall-Erkrankungen leiden, weil schlicht weniger Zeit pro Patient zur Verfügung steht. Und da die Fälle durch das System der Notfallpauschalen kaum kostendeckend abgerechnet werden, kosten diese Schmarotzer in der Notaufnahme viel Geld.

Hier geht's zum Artikel: "Dreist: Mit Schnupfen in die Notaufnahme"

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