Kommentar

Abwärtsspirale bei Altersarmut stoppen

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Redakteur Christian Reinartz.

Anstatt die Rentenformel  anzupassen, gewährt die Bundesregierung den Rentnern nur das, was ihnen per Gesetz zusteht. Dass das viel zu wenig ist und nicht mit der Inflationsentwicklung über Jahrzehnte mithalten kann, wird einkalkuliert. Und das schon lange. Kommentar von Christian Reinartz.

Das Ergebnis ist eine Altersarmut, die die offiziellen Zahlen des Bundes in den Schatten stellt. Denn die hunderttausenden Rentner, die nur knapp über der Grundsicherung liegen, haben oft noch weniger zum Leben übrig, als die, die auf Stütze sind. An die angekündigten „möglichen Steigerungen“ glaubt jenseits der 65 längst keiner mehr. Jetzt sind unliebsame aber gerechte Entscheidungen gefordert, die die Abwärtsspirale bei der Altersarmut stoppen. Dafür hat Arbeitsministerin Andrea Nales keinen Mut. Statt überfällige Erhöhungen in die Wege zu leiten, kündigt die SPD-Frau mit dem breiten Grinsen an, den Rentenbeitrag zu senken, weil die Kassen so voll sind wie nie. Ein echter Schlag ins Gesicht dürfte den armen Rentnern dagegen wie ein liebevolles Streicheln erscheinen.

Hier geht´s zum Artikel  "Armuts-Schock: 40 Prozent der Tafelkunden sind Rentner!"

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