Kommentar

Stadt muss sich an eigenen Vorgaben messen lassen

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Redakteur Christian Reinartz.

Wenn einer Vorgaben macht, muss er sie auch selbst einhalten. Im Fall der Reinigung und Pflege der Gehwege der Städte wird das deutlich. Denn Anwohner regen sich nicht etwa darüber auf, dass sie von der Stadt gemaßregelt werden, wenn sie das Unkraut zwischen den Gehwegplatten sprießen lassen. Kommentar von Christian Reinartz

Sie ärgert zu Recht die Selbstverständlichkeit, mit der viele Städte des Rhein-Main-Gebiets offenbar zweierlei Maß anlegen. Denn geht es um die städtischen Gehwege und Anlagen ist auf einmal Unkraut und Wildwuchs nicht mehr so schlimm, weil das Geld knapp ist. Sicher ist es besser, wenn die Städte zuerst da sparen, wo es am wenigsten weh tut. Lieber bei der Pflege der Grünanlagen als bei den Kindertagesstätten, keine Frage. Und es ist auch klar, dass es nicht möglich ist, den Menschen einfach freie Hand zu lassen. Dann wäre wohl bald die ganze Stadt zugewuchert. Dennoch müssen sich die Stadtverwaltungen an ihrem eigenen Auftreten messen lassen. Und das ist in diesem Punkt häufig nicht vorbildlich.

Hier geht`s zum Artikel "Sparmaßnahme: Städtische Gehwege verwuchern"

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