Kommentar

Es wird Zeit für eine Reform des Justizsystems!

Die Arbeit von Richtern und Staatsanwälten darf nicht zur Fließbandarbeit verkommen. Schließlich geht es am Ende immer um ein menschliches Schicksal. Doch an dieser Schwelle steht der Justizapparat im Rhein-Main-Gebiet offenbar bereits. Kommentar von Dirk Beutel

Die Personaldecke bei Richtern wird dünner. Und durch das Internet ist die Zahl von Klagen massiv in die Höhe geschossen. Dramatisch wird es, wenn die Staatsanwaltschaft besonders viel Zeit und Aufwand für ihre Verfahrensarbeit benötigt. Schon jetzt klagen die Gerichte über hohe Krankheitsstände. In jedem Unternehmen würden in so einem Fall neue Leute eingestellt. Nicht bei der Justiz. Die Folge: Die Arbeitsbelastung und die Dauer der Verfahren nimmt zu. Zumal alle hessischen Gerichte zusätzlich mit der Mammutaufgabe belastet sind, die elektronische Akte einzuführen. Das alles kostet Zeit. Zeit, die besser in die Bewertung von Fakten, Motiven und Personen investiert werden müsste. Umso nötiger ist es, dass die hessiche Landesregierung endlich über eine Reform des Justizapparates nachdenkt.

Hier geht's zum Artikel: "Richter und Staatsanwälte am Limit"

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