Das ist der "Knaller": Ausbrecherkönig wieder frei

Mühlheim - Der 41-jährige Gerald T. ist in im Kreis Offenbach nur als der "Knaller" bekannt. Insbesondere die Polizisten der Region kennen ihn, weil er seit 1981 weit mehr als 100 Straftaten begangenen hat.

Es war der EXTRA TIPP, der darüber berichtete, wie er im Mai auf einer Kickbox-Veranstaltung mit 400 Besuchern auftauchte, unvermittelt auf den 31-jährigen Veranstalter losging und ihm mit einem Schlagring ins Gesicht schlug. Obwohl laut Polizeiangaben rund 40 Besucher auf ihn losgingen, konnte er flüchten - bis zur vergangenen Woche.

Die Polizei findet den "Knaller", wie er besoffen vor einem Mühlheimer Getränkemarkt liegt. In Mühlheim hatte er jahrelang eine Adresse als festen Wohnsitz angegeben. Jetzt wohnt er offiziell in Nordhessen.

Als ihn Beamte kontrollieren wollen, flüchtet er. Dabei stürzt er in einen Lichtschacht und zieht sich schwere Gesichtsverletzungen zu. Nachdem er in einem Gefängniskrankenhaus behandelt wurde, lässt ihn das Offenbacher Amtsgericht wieder auf freien Fuß. Schließlich könne er einen festen Wohnsitz nachweisen. Er genieße die gleichen Rechte wie alle anderen Bürger auch. Rechte für einen Mann, der bereits mehrere Jahre wegen Diebstahl, schwerer Körperverletzung, Einbruch, Bankraub, Fälschung, Heroin-Handel, mehrfachen Ausbruch aus dem Gefängnis und Gefangenen-Meuterei im Knast saß. Der nach EXTRA-TIPP-Informationen versucht hat, sich an Frauen im Rentenalter zu vergehen und laut Polizei weit mehr als 100 Straftaten aufzuweisen hat. Und der es sogar geschafft hat, in Handschellen aus dem zweiten Stock des Offenbacher Amtsgerichtes zu springen, um zu flüchten. Einen festen Job hat er seit Jahren nicht mehr. Den Namen "Knaller" trägt er, weil er völlig unberechenbar ist. agk

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