Katzenfrau siegt vor Verwaltungsgericht

Von Norman Körtgebr /Egelsbach - "Wir haben gewonnen", erzählt Waltraud Fritsch ganz außer sich Vorfreude. Gerade hat sie von ihrer Rechtsanwältin Silke Huth erfahren, dass das Verwaltungsgericht Darmstadt zu ihrem Gunsten entschieden hat.

Die 81-Jährige darf ab sofort in ihrem Egelsbacher Katzenheim wieder Tiere aufnehmen und vermitteln. Wie der EXTRA TIPP mehrfach berichtete, hatte das Veterinäramt des Kreises Offenbach ihr dies Ende Dezember mit sofortiger Wirkung untersagt.br /Wochenlang hatte Waltraud Fritsch, Vorsitzende des Vereins "Ein Zuhause für Katzen", daraufhin um ihr Lebenswerk gebangt. Denn das Veterinäramt wollte das Katzenasyl ganz in der Nähe des Egelsbacher Flugplatzes dicht machen. Die Gründe dafür blieben schleierhaft. Angeblich soll es gravierende Mängel gegeben haben.br /"Endlich eine gute Nachricht", kommentierte Nicole Mölbert, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, den Beschluss des Verwaltungsgerichts. "Jetzt können unsere Katzen endlich wieder an liebe Menschen vermittelt werden und ein neues Zuhause finden", so Mölbert. Vor allem finanziell habe der amtlich verordnete Vermittlungsstopp dem Verein geschadet. "Wir konnten keine Vermittlungsgebühr einnehmen, hatten aber dennoch die laufenden Kosten wie die vom Tierarzt", ergänzte sie.br /Das Verwaltungsgericht hat nach Aussage von Rechtsanwältin Huth nicht nur den sofortigen Vollzug ausgesetzt, sondern auch festgestellt, dass das Kreis- Veterinäramt gar nicht zuständig ist. Die Anordnung war somit formell rechtswidrig. "Es gibt derzeit offensichtlich kein Gesetz beziehungsweise keine Verordnung, die die Zuständigkeiten regelt", erklärte Huth das rechtliche Niemandsland.br /Da dem Kreis-Veterinäramt der Beschluss des Darmstädter Verwaltungsgerichts bis Redaktionsschluss nicht vorlag, gab es von dieser Seite noch keine Stellungsna

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