Horror-Handykosten: Noch mehr Fälle in der Region

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Cafer Shahin und die Rechnung über 4190,99 Euro.

Region Rhein-Main – Cafer Sahins Handyrechnungs-Horror ist kein Einzelfall. Nach dem letzten EXTRA-TIPP-Bericht über den Offenbacher, der knapp 4200 Euro für ungewollte Internet-Downloads auf sein Handy zahlen soll, haben sich weitere Leser mit gleichen Problemen an unsere Zeitung gewandt. Von Norman Körtge

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Neues Handy navigiert ihn an den finanziellen Abgrund

Die Fälle gleichen sich. Und es sind immer Kunden des Mobilfunkanbieters Base. Plötzlich funktionierte das Handy nicht mehr. Die Karte war vom Anbieter aus Sicherheitsgründen gesperrt worden, da ein erhöhtes Datenvolumenaufkommen registriert wurde. Für Cafer Sahin, Sabrina Eberts und auch bei der Freundin von EXTRA-TIPP-Forum-Nutzer Dominic war zuvor der virtuelle Gebührenzähler heiß gelaufen. Bei Sahin standen am Ende 4190,99 Euro auf der Rechnung, bei Eberts rund 2400 Euro und bei Dominics Freundin sogar 7200 Euro.

Base ist unerbittlich

Sie alle beteuern: Wir haben nicht wissentlich Daten aus dem Internet auf das Handy geladen und können es überhaupt nicht erklären, wie das passieren konnte. Doch Mobilfunkanbieter Base ist unerbittlich. Das Unternehmen besteht auf das Bezahlen der horrenden Rechnungen. „Wir schauen uns die Einzelfälle sehr genau an“, sagt Base-Sprecher Martin Reinicke, „und entscheiden dann über Kulanzregelungen. Aber wo Base der Meinung ist, dass die großen Datenmengen nicht aus Versehen heruntergeladen worden sind, da müsste der Kunde zahlen. „Es gibt ja Spezies, die laden sich Filme aufs Handy und wundern sich dann über die Kosten“, berichtet Reinicke. Unwissenheit würde eben nicht vor den Kosten schützen.

Dank Flatrates wird es Horror-Rechnungen bald kaum mehr geben

Mit der Zunahme der Flatrates fürs Handy werde es solche Fälle in Zukunft immer weniger geben, meint er. Zum Fall des Offenbachers Sahins wollte er wegen des laufenden Gerichtsverfahrens keine Auskünfte geben. Aber Base könne beweisen, dass Datenmengen über mehrere Tage verteilt heruntergeladen wurden und nicht wie von Sahin behauptet über eine Nacht.

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