Grube Messel: EXTRA-TIPP-Leser lüften das Geheimnis um Ida

Die bekannten Hobby-Paläontologen Christa und Albert Behnke haben vor 25 Jahren Ida ausgegraben." Das sagt der Frankfurter Manfred Keller, der selbst mit dem Pärchen zu dieser Zeit in Messel gebuddelt hat. Die beiden seien vor etwa 25 Jahren auf das Sensations-Skelett gestoßen.

"Die Behnkes haben mir in den 80er Jahren sogar die Platte mit Ida bei sich zu Hause gezeigt", erinnert sich Keller: "Da hing sie im Schlafzimmer an der Wand."

Ein Museumsmitarbeiter (Name der Redaktion bekannt), der sich beim EXTRA TIPP gemeldet hat, war sogar vor Ort, als die Behnkes auf das versteinerte Äffchen stießen. "Ich war zum selben Zeitpunkt in der Grube", versichert er. Ida sei in der Mitte gespalten gewesen, sodass es zwei Hälften von ihr gebe. "Die Bessere haben die Behnkes behalten", erinnert er sich. Die andere sei an einen Mitgräber aus Darmstadt gegangen. "Auch ich habe Ida in dem Schlafzimmer hängen sehen", sagt der Urzeit-Fachmann.Viele Jahre später hätten die Behnkes es verkauft. "Sie haben aber viel weniger bekommen, als der Händler später dafür verlangt hat", so der Informant. Offenbar handelt es sich bei dem Händler um den Bad Homburger Thomas Perner. Der verkaufte Ida wenig später an den norwegischen Paläontologen Jörn Hurum â?? für eine Million Dollar, heißt es.

Auf den Fund angesprochen wiegelt Albert Behnke ab: "Ich habe Ida nicht gefunden und will mich zu dem Thema nicht weiter äußern." Seine getrennt lebende Frau Christa war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Aufgrund der übereinstimmenden Hinweise ist Dr. Jörg Habersetzer, der zu dem Forscherteam gehört, das Ida untersucht hat, gespannt, ob sich der Fundort nun genauer lokalisieren lässt: "Dann könnten wir untersuchen, aus welcher Gesteinsschicht Ida stammt. Das ermöglicht Vergleiche mit den übrigen Messelfunden."

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