Gift-Attacke auf Labrador-Hündin Nika

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Brigitte Schmitt aus Jügesheim freut sich darüber, dass sich ihre Hündin Nika langsam vom Rattengift erholt. Nika hat nur knapp überlebt.

Rodgau – Die Labrador-Hündin Nika hat beim Gassi gehen in Jügesheim Gift gefressen, das von Unbekannten ausgelegt wurde. Ihre Besitzerin Brigitte Schmitt brachte das Tier direkt zum Arzt und rettete damit das Leben ihrer ein Jahr alten Hündin. Jetzt will sie andere Hundebesitzer warnen. Von Angelika Pöppel

Beim Gassi gehen in Jügesheim hat Hündin Nika Rattengift gefressen. „Danach war sie völlig schlapp“, erzählt Besitzerin Brigitte Schmitt. Direkt brachte sie die Hündin zum Arzt. Dort wurde die ernste Situation sofort erkannt. Zwei Tage lang musste Nika in der Tierklinik bleiben. Sie hatte keine roten Blutkörperchen mehr im Körper. Eine Bluttransfusion rettete ihr das Leben.

Ihr Frauchen ist entsetzt: „Wer macht so etwas?“ Die Jügesheimer Stadtverwaltung weiß darauf auch keine Antwort: „Schädlingsbekämpfung ist Sache von Fachleuten und muss gemeldet werden“, erklärt Sabine Fischer, Pressesprecherin der Stadt. Die Auslegung des Giftes war nicht bekannt. Der Gift-Weg in Jügesheim führt von der Brücke Eisenbahnstraße zum Fußgängersteg am Südring und weiter ins Feld.

Junges Alter verhindert Schlimmeres

Schmitt wird dort nicht mehr spazieren gehen und will auch andere Hundebesitzer warnen. „Es ist bekannt, dass manche Anwohner nicht gut auf Hunde zu sprechen sind, aber damit kann keiner rechnen“, sagt die 50-Jährige.

Nika hat Glück gehabt. „Ältere Hunde hätten das nicht überlebt, es war richtig heftig“, sagt die Hundebesitzerin. Seit dem Vorfall sei Nika ruhiger geworden. In den nächsten Wochen hat sie Gassi-Verbot. Zu groß ist die Gefahr: „Sie ist wie ein Bluter, deshalb darf sie sich auf keinen Fall verletzten“, erklärt das Frauchen. Sie macht sich große Sorgen, doch sie kann nun wieder hoffen, dass ihre Nika wieder ganz die alte wird.

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