Geschäfte sterben in Eckenheim

+
Karin Reh, Inhaberin eines Blumenladens im Marbachweg in Eckenheim kann als eine von wenigen überleben.

Frankfurt – Leere und runtergekommene Ladengeschäfte reihen sich am Marbachweg in Eckenheim aneinander. Nur wenige Inhaber können hier überleben, weil sie nicht mit dem Angebot in der Innenstadt mithalten können. Von Angelika Pöppel

Dieter Knaus

„Die Läden sind sehr klein und die Mieten zu hoch“, sagt Karin Reh, Inhaberin des Blumenladens Brigitte am Marbachweg. Sie beobachtet schon seit Jahren,dass die kleine Einkaufsmeile mitten im Wohngebiet kaum noch Anziehungspunkt ist.

Ein paar Meter weiter betreibt Ali Satir bereits seit sechs Jahren einen kleinen Kiosk. „Obwohl hier eine Wohngegend ist, gibt es kaum Laufkundschaft“, sagt er.

Die leeren Ladengeschäfte sind auch beim Gewerbeverein in Eckenheim ein Thema. „In Preungesheim und Eckenheim ist die stadtteilnahe Versorgung ein Problem“, sagt Dieter Knaus von Gewerbe, Handel und Services in Eckenheim. Er bestätigt: „Die Mieten sind für diese Lage zu hoch.“ Schon oft habe er versucht zu vermittelt, doch die Vermieter gehen mit den Preisen nicht runter. Doch die Schuld für das Sterben der Läden möchte er nicht allein den Vermietern zuschieben. „Die Kosten sind gestiegen. Früher gab es allein in Eckenheim neun Bäckereien, fünf Tankstellen und sieben Metzger. Die haben alle gut gelebt, doch diese Zeiten sind vorbei.“ Eine Lösung für das Problem habe er nicht. Doch es gibt auch Läden die gut laufen, so auch das Blumengeschäft von Karin Reh. Sie hat sich eine Stammkundschaft aufbauen können: „Ich mache mir keine Sorgen.“

Kommentare