Geld und Fische weg: Aber vom neuen Anbieter gibt‘s keinen Strom

Von Axel Grysczykbr /Dietzenbach - Reinhard Olejartz will bei den Energiekosten sparen. Irgendwo müsse man ja den Hebel ansetzen, wenn ein bisschen Geld am Monatsende übrig bleiben soll.

Er wechselt die Glühbirnen aus und verwendet in seinem Haus nur noch Sparbirnen, das stromfressende 200-Liter-Aquarium mit den Kaiserbuntbarschen gibt er an einen Bekannten ab und den alten Kühlschrank entsorgt er. So spart er rund 50 Euro Energiekosten im Jahr. Die größte Ersparnis verspricht er sich aber vom Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter. Seit dem 2. Juli 2007 ist er daher Kunde von Teldafax. Rund 150 Euro will er so im Jahr sparen. Doch zunächst sind 248 Euro sofort weg. Und seitdem hat er nie Strom von der Firma bekommen. Die Wut wächst.br /Die Sonderabschlagszahlung über 200 Euro und die Gebühr für die 24-monatige Preisgarantie von 48 Euro sind bereits vom Olejarz-Konto durch Teldafax im Juli 2007 abgebucht worden. Doch seitdem ist nichts passiert. Sein alter Stromanbieter liefert ihm weiter den Strom. Das billigere Angebot, Grundpreis Zähler 114 Euro und die 14,9 Cent Verbrauchspreis pro Kilowattstunde, kommen nicht zum Zuge. Olejarz: "Ich habe im September bei Teldafax angerufen, aber die haben gesagt, sie hätten momentan Probleme. Ich soll nochmal im März anrufen."br /Der 57-jährige Schreiner lässt sich auf die Frechheit ein. Ein halbes Jahr später, am 15. März um 9.50 Uhr, ruft er erneut an. "Eine Frau Baumann hat mir erklärt, dass sie sich persönlich darum kümmert. Aber seitdem ist wieder nix passiert", sagt er und fügt hinzu: "Im Fernsehen wirbt der Rudi Völler für die Firma und sagt wie einfach es ist, den Stromanbieter zu wechseln. Von wegen einfach..."br /Antonie Schweitzer, Pressereferentin bei Teldafax, kann sich den Fall nur so erklären, dass sich an den persönlichen Daten von Herrn Olejarz etwas geändert hat und somit die Abmeldung bei seinem alten Stromanbieter schief gelaufen ist. Doch bei Herrn Olejarz hat sich nichts geändert. Schweitzer versichert: "Die Kündigung erfolgte zum 30. September 2007. Leider erhielten wir auf unsere Kündigung keine Antwort, weder eine Zustimmung noch eine Ablehnung. Der Netzbetreiber lehnte die zum 1. Oktober beantragte Umstellung auf Teldafax ab, da keine Abmeldung seitens des Vorlieferanten vorlag."br /Der ganze Vorgang ist zum 1. April wiederholt worden. Und wieder fehlgeschlagen. Schweitzer gibt zu: "Die große Zeitspanne zwischen dem 1. Oktober und der erneuten Beantragung zum 1. April lässt sich natürlich nicht unbedingt schönreden." Warum es überhaupt zu Problemen beim Voranbieter kommt, kann sie nicht erklären. Sie räumt ein: "Es kommt aber häufiger vor."br /Klar, die bisherigen Anbieter wollen ihre Kunden nicht verlieren und versuchen alles, den Wechsel zu blockieren.br /Reinhard Olejarz hilft das nicht. "Ich habe 248 Euro im Juli 2007 bezahlt und dafür überhaupt noch keine Leistung bekommen. Damit bin ich nicht einverstanden", sagt er.br /Teldafax (sitzt in Troisdorf) will nach der EXTRA-TIPP-Recherche persönlich mit Olejarz Kontakt aufnehmen und das Problem lösen. Ganz unbürokrati

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