Es geht um 78 D-Mark und um das Prinzip

"Mir gehtâ??s nicht um das Geld, mir gehtâ??s ums Prinzip", sagt Joachim Block. Auf 65 und 13 D-Mark belaufen sich die Sparsummen auf den 1970 angelegten Konten mit den Nummern 22032859 und 21033684. "Ich war damals Kraftfahrer bei der Post", erzählt Block.

Im Zusammenhang mit dieser Anstellung seien damals die beiden Konten eröffnet worden, meint er. Doch dann gerieten sie im Tresor der in Offenbach lebenden Mutter in Vergessenheit. Block wechselte den Arbeitgeber. Erst nach dem Tod der Mutter 1982 tauchten sie wieder auf. Aber sie blieben ihm Schrank. "Da kümmere ich mich später drum", dachte sich der kaufmännische Angestellte.Das "später" umfasste dann mehr als zwei Jahrzehnte. "Ich wollte es zwischenzeitlich immer mal machen. Aber dann stand ich entweder vor verschlossenen Türen oder in der Postfiliale gab es keine Postbank mehr", erzählt der heute 58-Jährige. Im August 2008 war es soweit. In der Offenbacher Postbank-Filiale am Aliceplatz gab er schriftlich die Auflösung der beiden Post-Sparbücher in Auftrag, übergab die Originale und wies die Postbank an, die ausstehenden Beträge auf sein Girokonto bei der Volksbank zu überweisen.Doch bei der Postbank gibt es zu den beiden Postsparbuchblättern keine Daten mehr. "Es handelte sich um Sparkonten mit prämienbegünstigten Spareinlagen mit einer Laufzeit von sieben Jahren. Die Konten sind bereits seit Jahrzehnten aufgelöst", heißt es im Schreiben der Postbank."Das kann doch nicht sein", ärgert sich Block: "Ein Konto kann doch nicht einfach so verschwinden. Was ist mit dem Geld passiert?"Auf Nachfrage des EXTRA TIPPS bestätigte Postbank-Sprecherin Uta Schaller, dass für das Buchungsjahr 1970 keine Unterlagen mehr im Archiv in München sind. Sie wurden nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren vernichtet. "Wir sind allerdings sicher, dass die Beträge nach Ende der Laufzeit von sieben Jahren ausgezahlt wurden", sagt Schaller. Beweise hat sie dafür allerdings ni

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