Gefährliche Kurve: Hier wird‘s eng für Fußgänger

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Hier wird‘s eng für Fußgänger

Frankfurt – An Tempo 40 hält sich kaum ein Autofahrer, der über die Brücke zwischen Kalbach und Nieder-Eschbach fährt. Trotz der zwei Warnschilder: Linkskurve und Schleudergefahr. Vor einer dritten Gefahr warnt hingegen kein Schild – Fußgänger. Denn direkt im Kurvenausgang befindet sich eine Querungshilfe. Von Norman Körtge

„Die meisten nutzen die gar nicht, weil es an dieser Stelle einfach zu gefährlich ist, die Straße zu überqueren“, berichtet Werner Waniek. Die nicht einsehbare Kurve auf der Straße Am Martinszehnten lässt für rasende Autofahrer und Passanten nur wenig Reaktionsspielraum. Für den Vorsitzenden der Bürgerinitiative am Bügel ist die Brücke über die A661 nur ein Beispiel dafür, dass Fußgänger meist das Nachsehen haben.

Waniek findet es gut, dass derzeit so viel für Radfahrer in Frankfurt gemacht werde, aber die Fußgänger dürften dabei nicht vernachlässigt werden. Etwa auf der Berner Straße in Nieder-Eschbach. Dort wurde ein neuer Radweg angelegt, aber auf einer Strecke von etwa 700 Metern gibt es noch nicht einmal eine Querungshilfe für Fußgänger. Obwohl es an der Straße zahlreiche Geschäfte, eine Krabbelstube und auch Bushaltestellen gibt, wo Leute die Straße wechseln müssen. „Gerade wenn Berufsverkehr ist, kommen alte Menschen hier kaum über die Straße“, hat Waniek beobachtet.

Grundsätzlich würden Querungshilfen angelegt, wenn es aus verkehrssicherheits-technischer Sicht angebracht ist und tatsächlich viele Menschen die Straße passieren müssen, sagt Joachim Bielefeld vom Straßenverkehrsamt. Allerdings habe er noch keine Beschwerden bei der Berner Straße gehört.

Dies sei im Fall der Straße Am Martinszehnten anders gewesen. Dort habe der Ortsbeirates eine Querungshilfe gewünscht. Diese konnte samt Bordsteinabsenkung aus baulichen Gründen nicht auf der Brücke realisiert werden, sondern musste an die nächst mögliche Position verschoben werden. Deswegen sei auch nur Tempo 40 an dieser Stelle erlaubt. Allerdings kann sich Bielefeld vorstellen, dass dies nun mit Geschwindigkeitsmessungen überprüft wird.

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