Aus für den Freitags-Markt

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Tausende Besucher des Markts im Frankfurter Nordend tümmeln sich auf dem Friedberger Platz.

Frankfurt – Es ist beschlossen. Der Markt auf dem Friedberger Platz in Frankfurt findet nicht mehr am Freitag statt. Die Stadt verlegt den Markt ab Juni auf Mittwoch. Eine Lösung für den Lärm und den Dreck sei das nicht, sagt Marc Henklein von der Initiative „Retter vom Markt.“ Von Angelika Pöppel

Marc Henklein und Jo Kellermann von der Initiative "Retter vom Markt"

„Das Problem wird verlegt“, sagt Marc Henklein. Und mehr nicht. Er gründete zusammen mit Jo Kellermann die Initiative „Retter vom Markt.“ Mit Mülltüten und Plakaten forderten sie die Besucher auf den Platz sauber zu halten, damit der Markt bleibt. Doch sie sind gescheitert. Auch die Stadt Frankfurt konnte dem Dreck mit zusätzlichen Polizisten kein Ende bereiten. In den vergangenen Wochen kamen tausende Besucher und blieben bis in die frühen Morgenstunden. Sie hinterließen Berge von Müll und urinierten in die anliegenden Vorgärten. Der Platz entwickelte sich zu einer öffentlichen Partylocation.

„Der Markt ist die Ursache für die Exzesse der Partygesellschaft“, sagt Stadtdezernent Volker Stein. Und deshalb findet der Markt ab Juni mittwochs von zehn bis 18.30 Uhr statt. Er hofft, dass die Geselligkeiten am Mittwochabend nicht ausufern, da der nächste Tag ein Arbeitstag ist. Daran glaubt Henklein nicht. „Wahrscheinlich gibt es dann zwei Partys – mittwochs und freitags“, sagt er. Stadtdezernent Stein dagegen glaubt, dass sich die Besucherzahl ohne den Markt am Freitag langsam verringern wird. Er ist von der Maßnahme, den Markt zu verlegen, überzeugt. Denn das Wohl der Anwohner gehe vor.

Henklein und Kellermann wohnen selbst direkt am Friedberger Platz. Doch ihnen macht der Lärm weniger aus, als der Dreck. Die öffentliche Party wollten sie nie unterbinden, nur sauberer machen. Ihr Vorschlag ist ein Glas-und Flaschenverbot auf dem Markt. Stein hält dagegen: „So ein Verbot auf einem öffentlichen Platz ist nicht durchsetzbar. Es verstößt gegen die Freiheitsrechte.“

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