Frankfurter, holt Eure Schrotträder ab!

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Wohin man in Main-Nähe schaut, erblickt man kaputte Fahrräder. Von ihren Besitzern angekettet, aber vergessen.

Frankfurt – Ein Fußmarsch über den Eisernen Steg in Frankfurt reicht aus, um nördlich und südlich des Mains gleich vier Schrottfahrräder zu entdecken. Die Entsorgung zahlt die Stadt und somit der Steuerzahler. Im Jahr 2010 waren es 500. Von Jennifer Dreher

Wohin man in Main-Nähe schaut, erblickt man kaputte Fahrräder. Von ihren Besitzern angekettet, aber vergessen.

Eine nasse Zeitung klemmt unter dem Gepäckträger. Äste und modriges Laub haben sich in den Speichen verfangen oder nur noch Reste eines Rahmens sind von dem Fahrrad übrig geblieben – ans Geländer gekettet, vor sich hin rostend. Die durch die Sonnenstrahlen in dieser Woche verwöhnten Frankfurter treibt es wieder raus an den Main. Doch schön ist die Aussicht nicht immer. Denn zahlreiche Besitzer schließen ihre Räder an die Gitter am Main, verlassen und vergessen sie offenbar.„Wenn ein Fahrrad offensichtlich Schrott ist, wird es von der Stadtpolizei mit Aufklebern versehen. Binnen einer Frist von einer Woche müssen die Besitzer ihr Rad mitnehmen, sonst wird es entsorgt“, berichtet Ralf Rohr vom Frankfurter Ordnungsamt. Häufig sind es aber auch Anwohner, die sich über die Fahrradleichen beschweren. Die Entsorgung geschieht dann nach Ablauf der Frist auf Kosten der Stadt.

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