Ideen werden immer kreativer

Frankfurter Zeil: Jetzt bettelt auch schon Mickey Mouse!

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Bettler im Mickey-Mouse-Kostüm haben es auf das Geld der Passanten in Frankfurt abgesehen.

Frankfurt – Auf der Frankfurter Zeil herrscht Konkurrenz-Kampf: Aber nicht nur in den Geschäften sollen Passanten ihr Geld lassen, auch die Bettler werden immer einfallsreicher. Von Angelika Pöppel 

Auch Donald und Daisy Duck sind auf der Zeil vertreten.

Was machen denn Mickey Mouse und Donald Duck auf der Frankfurter Zeil? Seit wenigen Wochen tummeln sich die Kostümierten in der Innenstadt und machen Fotos mit Kindern und Passanten. Doch hinter den nett-grinsenden Disney-Comicfiguren verbergen sich schlichtweg Bettler aus Osteuropa. Die auch mal unangenehm werden können, wenn sie kein Geld für ein Foto bekommen.

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"Kein Geld für Mickey Mouse!"

Denn das Bettel-Geschäft auf der Zeil wird immer härter. „Wer die beste Idee hat, verdient auch am meisten Geld. Deshalb buhlen Bettler auf der Frankfurter Zeil um die Aufmerksamkeit der Passanten“, sagt Michael Jenisch, Sprecher des Ordnungsamts. Ob gold angemalt, scheinbar schwebend auf einem Stuhl sitzend, mit Pony oder Fußballtricks – die Ideen werden immer kreativer. Doch das Ziel ist immer das gleiche: Sie wollen Geld. Wie viel die Zeil-Bettler auf diese Art verdienen, weiß niemand. Aber das Geschäft scheint lukrativ zu sein. Denn immer wieder tauchen neue Bettler auf. „Es gibt keine Erhebungen über die Anzahl der Bettler auf der Zeil, aber es sind viele und die Fluktuation ist hoch“, bestätigt Jenisch. Doch solange sie nicht aggressiv vorgehen, machen sie sich nicht strafbar.

Donald und Co. lassen allerdings auch immer wieder die freundliche Maske fallen, wenn sie kein Geld sehen: „Wir haben auch schon beobachtet, dass sie aggressiv Geld forderten, nachdem ein Foto mit ihnen gemacht wurde“, sagt Jenisch. Das geht nicht. Passanten müssen schon freiwillig zahlen, damit sich die Disney-Tierchen im legalen Rahmen bewegen.

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