François-Mitterrand-Platz im Blickpunkt

Frankfurt: Junkies belagern wieder

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Drogenabhängige am François-Mitterrand-Platz in Frankfurt.

Frankfurt – Junkies  setzen sich einen Schuss oder schlafen ihren Rausch aus: Schon im vergangenen Jahr beschwerten sich Angestellte der Büros am François-Mitterrand-Platz  in der Frankfurter Innenstadt über die Belagerung von Drogenabhängigen. Von Angelika Pöppel

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Mit den ersten Strahlen des Frühlings kamen nun auch die Junkies wieder. „Bei diesem Wetter sind sie natürlich wieder vermehrt zu sehen – an mehreren Stellen“, bestätigt Rüdiger Reges, Pressesprecher der Frankfurter Polizei. Passanten und Angestellte der naheliegenden Büros sind eingeschüchtert. „Die Parkplätze werden von den Mitarbeitern gemieden“, sagte Personalleiterin Bojana Dosseva  vom IT-Dienstleister FDM im vergangenen Jahr, die von ihrem Bürofenster direkt auf den Platz schaut.
Doch mehr als kontrollieren, kann die Polizei auch nicht. „Wir haben diese Plätze im Blick, aber verjagen oder einschließen können wir sie schließlich nicht“, sagt Reges. Denn irgendwo müssen sie bleiben. Es gibt zahlreiche Anlaufstationen für Drogenabhängige im Bahnhofsviertel  – darauf verweisen die Polizisten. Denn der reine Aufenthalt an einem öffentlichen Platz ist für Junkies nicht strafbar. Deshalb könne die Polizei nichts unternehmen – anders wenn sie aggressiv betteln oder selbst Drogen verkaufen. „Wir werden das auch weiterhin im Blick haben. Aber wir können nicht 24 Stunden präsent sein, nur weil sich einige belästigt fühlen“, sagt der Polizeisprecher. Vielmehr fordert die Polizei hier mehr Toleranz.

Bilder von den Junkies an der Mainzer Landstraße in Frankfurt

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