Forscher spüren Kokain im Main auf: Frankfurter schuld

Die überregionale Tageszeitung "Welt" hat der Spur des Kokains eine komplette Seite gewidmet.

Dort erklärt Fritz Sörgel vom Nürnberger Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung: "Kokain wird in der Leber zu einer charakteristischen Verbindung abgebaut, anhand der sie sich eindeutig identifizieren lässt." Die Substanzen werden von dem Körper mit dem Urin ausgeschieden. Über Toiletten und Kanalisation gelangen sie in die Kläranlagen und schließlich ins Flusswasser. In den Abwässern lassen sich die Drogenabbauprodukte mit hochempfindlichen Messmethoden nachweisen und die Verbrauchsmengen berechnen. Das Fazit von Sörgel und seinen Kollegen: Es wird mehr gekokst.Beunruhigend die Situation in den USA: Der Hudson River in New York transportiert jährlich 16,4 Tonnen Koks in den Atlantik. Umgerechnet sind das 130 Linien (100 Milligramm Portionen) auf 1000 Einwohner pro Tag.Stefan Stütz und Siavosh Mohammadzade vom Offenbacher Suchthilfezentrum Wildhof kennen die Gefahren des Kokains aus ihrer täglichen Arbeit. Nach der Ansicht von Stütz ist Kokain keine typische Offenbacher Droge, da es schlichtweg zu teuer sei. Unter anderem im Mix mit Backpulver wird es aber auch als Crack in Metallpfeifen geraucht, die man überall kaufen kann. Mohammadzade: "Und das wird leider immer beliebter." Die Folge wäre ein kurzer, aber heftiger Rausch und eine schnelle Abhängigkeit. Stütz ergänzt: "Wir beobachten, dass Drogen immer unreflektierter ausprobiert werden. Erst einen Joint, dann hat einer Koks dabei und schon wirdâ??s eben ausprobiert."Stütz weist auf die Koks-Folgen hin: Psychische Schäden, Halluzinationen und überzogene Aggressivität. Dazu kommt ein sehr hohes Suchtrisiko. Dies wird anscheinend aber zunehmend in Kauf genommen. Und das merken Fritz Sörgel und seine Kollegen, wenn sie den Main untersuc

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