Erschreckend: Mehr als 36.000 Pistolen, Revolver und Gewehre sind im Umlauf

Trotzdem schlummern in den hiesigen Waffenschränken mehr als 36.000 Pistolen, Revolver und Gewehre. So viele sind in Stadt und Kreis Offenbach offiziell eingetragen. Auf zwölf Bürger kommt eine Waffe.

Die Dunkelziffer liegt weitaus höher."Sorgen macht uns das nicht", sagt Henry Faltin, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen: "Die Leute mit Waffenschein sind in der Regel ausgezeichnet geschult. Von ihnen geht keine Gefahr aus."Viel schlimmer seien so genannte Anscheinswaffen. Mit denen machen die Polizeibeamten regelmäßig Bekanntschaft. "Diese Attrappen aus Plastik sind nicht mehr vom Original zu unterscheiden", weiß Faltin. Er warnt: "Jeder, der bei einer Straftat so ein Ding zückt, begibt sich in Lebens-Gefahr. Wir müssen nämlich annehmen, dass die Waffe echt ist."Bei Durchsuchungen und Festnahmen finden die Beamten dagegen echte illegale Waffen. Besonders gefährlich sind Trickwaffen. "Da werden Taschenlampen und Kugelschreiber wie bei James Bond zu Pistolen umfunktioniert." Für die Beamten ist das gefährlich. Sie erkennen die Gefahr mitunter zu spät.Zu den legalen Waffenbesitzern gehören Sportschützen, Jäger und Sammler. "Die haben teilweise hunderte Feuerwaffen", erklärt Wolfgang Winter von der Stadt Offenbach. Sein Kollege Werner Frank von der Kreisverwaltung bestätigt: "Menschen, die aus Sicherheitsgründen eine Waffe tragen dürfen, sind absolute Ausnahmen." Im Kreis kommen 15 solcher Waffenscheine auf rund 330.000 Einwohner. "Und selbst das sind meist Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen", so Frank. Einen anderen legalen Weg, an eine Feuerwaffe zu kommen, gibt es nicht.Über die tatsächliche Zahl der Waffen in der Region lässt sich nur spekulieren. Nicht jeder, der die Revolver-Sammlung des Großvaters geerbt hat, gibt das an. "Das ist aber strafbar", erklärt Winter: "Eine Waffe muss man melden." Sonst drohen 10.000 Euro Geldstr

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