Endlich: Verbraucherschutz-Chef Billen fordert schärfere Gesetze

Der Chef des Bundesverbandes Gerd Billen forderte am Montag von Justizministerin Brigitte Zypries einen effektiveren Schutz. Dass ein Angebot Geld kostet, müsse für Internet-Nutzer erkennbar sein. So schreibt es zum Beispiel die Gesetzeslage in Frankreich vor.

Er plädiert dafür, Anwälten, die im Auftrag betrügerischer Anbieter Mahnungen verschicken, die Zulassung zu entziehen. Banken sollten zudem einschlägig bekannten Diensten ein Konto verweigern.Dass die Masche zieht, zeigen die Zahlen: 170.000 Rechnungen zu je 96 Euro wurden im April allein von der Firma Content Services Limited verschickt. Die Internetnutzer hatten zuvor auf der Seite Gedichte, Kochrezepte oder Computerprogramm heruntergeladen. Es folgten Rechnungen, Mahnungen und schließlich Drohungen.Viele Verbraucher macht das Mürbe. Sie haben Angst vor einem Schufa-Eintrag, Lohnpfändung oder horrenden Gerichtskosten. Doch zum Prozess kommt es meist nicht. Die Gefahr, verklagt zu werden, sei, so Billen, äußerst gering, da die Firmen an einer gerichtlichen Klärung meist kein Interesse hätten.Damit Nutzer wieder Freude am Internet haben, bietet das Magazin "Computer-Bild" ein neues Gratis-Programm an, das vor dubiosen Angeboten warnt. Wird eine betrügerische Seite aufgerufen, erscheint der Hinweis "Diese Seite sollten Sie nicht besuchen" und Alternativen werden vorgeschlagen. dre

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