Wo ist eigentlich das Gammelfleisch hin?

Kreis Offenbach/Kreis Darmstadt-Dieburg - Es war der Horror: Ende 2005 erschütterten die Republik mehrere Fleischskandale. Es handelte sich nach dem Lebensmittelrecht für den Genuss oder den Vertrieb untaugliches Fleisch. Meist wurde es umetikettiert oder Schlachtabfälle beigemengt.

Und jetzt - über zwei Jahre später - wie siehtâ??s heute aus?

An der Gammelfleisch-Front ist Ruhe eingekehrt. Peter Tränklein, Sprecher des Kreises Darmstadt-Dieburg, berichtet von keinen Auffälligkeiten in vergangener Zeit. 203 Mal hat das Veterinäramt des Kreises im Jahr 2007 Fleisch- und Geflügelbetriebe kontrolliert. Dazu sind 1013 Überprüfungen in Gaststätten und Catering-Betrieben gekommen. Alles in Ordnung, keine Beanstandungen. Zwar seien Hygiene-Vorschriften hier und da bemängelt worden, aber die Fleischqualität ist nirgendwo zu beanstanden gewesen.

Ähnliches gilt für den Kreis Offenbach. Auch dem dortigen Veterinäramt sind keine Mängel aufgefallen. Laut Sprecherin Kordula Egenolf hat es insgesamt 1228 Kontrollen im Jahr 2007 gegeben. Alle negativ.

Ein Trend lässt sich aber trotzdem ablesen. Im Jahr 2004 hat es lediglich 880 Kontrollen gegeben. Der Schluss liegt nahe, dass nach den Fleisch-Skandalen häufiger kontrolliert wurde.

Die Gefahr, dass irgendwann mal wieder Gammelfleisch in den Vertrieb gelangt, besteht aber weiterhin. Deswegen sollte man beim Fleischkauf auf Folgendes achten: Fleisch darf nicht schmierig wirken, es sollte nicht im eigenen Saft schwimmen, die Konsistenz sollte fest sein, wirkt es gräulich ist es vergammelt und Fleischverpackungen sollten intakt sein und dürfen keine Eisklumpen aufweisen. agk

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