Keine großen Busse für Bremthaler Pendler

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Ortsvorsteher Guido Ernst an der Bushaltestelle am Valterweg.

Eppstein – Wer morgens von Bremthal aus mit dem Bus nach Wiesbaden fahren möchte, braucht nicht nur einen Fahrschein, sondern auch etwas Glück. Denn die Busse der Linie 20 sind oft überfüllt, ein Sitzplatz findet sich kaum.

Es wurden sogar schon Fahrgäste stehen gelassen (der EXTRA TIPP berichtete, hier nachzulesen: "Viele Bremthaler sind sauer über volle Pendlerbusse").

Bremthals Ortsvorsteher Guido Ernst ärgerte sich darüber, setzte sich lange dafür ein, dass etwas passierte. Immerhin wurde Ende 2011 ein zweiter Bus auf der Strecke eingesetzt. „Das reicht aber nicht“, sagte Ernst. Und nicht nur er beschwerte sich, auch zahlreiche Pendler meldeten sich immer wieder bei der Stadt, der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV) und der Wiesbadener Verkehrsgesellschaft ESWE.

Ortsvorsteher Ernst wollte, dass ein großer Gelenkbus auf der Strecke eingesetzt wird. So war es schon einmal für kurze Zeit und damals habe alles besser geklappt, sagt Ernst.

Doch jetzt ist klar: Aus finanziellen Gründen wird es keinen Gelenkbus geben. Auch weitere Zusatzfahrten sind nicht geplant. Grund: Die so entstehenden Mehrkosten. Die könne die Stadt Eppstein nicht tragen.

Jetzt bleibt es bei der bisherigen Regelung. Ein Entlastungsbus fährt am frühen Morgen auf der Strecke, allerdings nur inoffiziell, sagt Ernst. Die Pendler wüssten mittlerweile aus Erfahrung, dass am Morgen ein zweiter Bus fährt und hätten sich darauf eingestellt. In den Fahrplan wird dieser aber nicht aufgenommen. Guido Ernst: „Das ist keine saubere Lösung.“ jule

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