Busverkehr von „solide“ bis „zufriedenstellend“

Bus-Chaos in Bad Homburg und Oberursel: Notfallplan gilt weiter

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Kommt er oder kommt er nicht? Der Busverkehr in Bad Homburg und in Oberursel läuft weiter im Notfallbetrieb.

Bad Homburg/Oberursel – Es ist das Aufregerthema in Bad Homburg und Oberursel: Die Einschränkungen im Busverkehr. Eine Einigung ist nicht in Sicht – der Notfallplan gilt weiterhin.

Die Busse in den Taunusstädten Bad Homburg und Oberursel fahren vorerst weiter nach einem Notfall-Fahrplan. Im Gezerre um den Linienverkehr hatten die Städte und die Betreiberfirma Verkehrsgesellschaft Mittelhessen am Montag über Lösungen für den Dezember verhandelt, sich aber ohne Ergebnis vertagt.

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„Solange wir im Gespräch sind, gilt die Friedenspflicht und fahren die Busse“, sagte ein Sprecher der Stadt Homburg der Deutschen Presse-Agentur. Der Termin der nächsten Verhandlungsrunde war zunächst noch offen.

Monatelang hatten die beiden Städte beklagt, dass – unter anderem wegen vieler kranker Fahrer – etliche der vertraglich vereinbarten Busverbindungen ausfielen. Als der Vertrag mit dem Busunternehmen auslief, wurde die Zusammenarbeit aufgekündigt. Von Januar an übernimmt das Berliner Unternehmen Transdev den Busverkehr in den beiden Städten.

Nachdem ein Wochenende lang überhaupt keine Busse fuhren, einigten sich die Städte mit dem alten Betreiber auf einen Notfall-Fahrplan bis Ende November. Seither sei der Busverkehr „sehr solide“ gelaufen, hieß es in Bad Homburg. Nur rund 60 der etwa 700 Fahrten pro Tag seien ausgefallen. In Oberursel waren die verantwortlichen Stadtwerke sogar „sehr zufrieden“.

Noch in der vergangenen Woche sah die Situation ganz anders aus. Der EXTRA TIPP hatte sich frühmorgens an die Haltestellen gestellt und mit den Buskunden gesprochen. Ergebnis: Die meisten Fahrgäste waren genervt.

Auch wurde die schlechte Informationspolitik an den Haltestellen moniert. Zudem beklagten Geschäftsleute aus Bad Homburg Einbußen, weil Kunden nicht mehr in den öffentlichen Nahverkehr nutzen.
dpa/red

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