Baut endlich was hin, oder gebt uns unsere Parkplätze zurück!

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Sind sauer auf die Stadtplaner (von links): Rosario Amuedo-Benitez, Ilona Köppler, Vivian Brendel, Anna Janetzko und der Worscht-Kall, Karl-Heinz Schmidt.

Frankfurt – Miese Stimmung am neuen Marktplatz Bonames. Vor allem die Geschäftsleute sind stinkig, weil sie seit der Renovierung mit Umsatzeinbußen wegen fehlender Parkplätze kämpfen. Dabei liegt ein Teil des Marktplatzes seit zwei Jahren brach und verdreckt. Von Christian Reinartz

Bonames Mitte, die Stimmung ist eisig. Mit verschränkten Armen stehen fünf Geschäftsleute vor dem mit Bauzäunen abgesperrten Grundstück, direkt auf dem Bonameser Maktplatz. „Das verkommt hier immer mehr zum unansehnlichen Dreckeck“, sagt Manuel Amuedo. Ihm und seiner Frau Rosario gehört der Einkaufskiosk direkt gegenüber. Seine Frau weiß: „Eigentlich sollte da mal ein Restaurant oder Café hingebaut werden. Aber bis heute ist nix passiert. Dann sollen sie doch wenigstens Parkplätze draus machen, anstatt es verkümmern zu lassen.“

Auch Ilona Köppler, Inhaberin des Schreibwarenladens ist deswegen sauer: „Uns bricht hier der Umsatz wegen der weggefallenen Parkplätze ein, und da lassen die ein Grundstück leer.“ In der Tat sind dem Einzelhandel durch die Marktplatz-Neugestaltung etwa die Hälfte der Parkplätze weggefallen. Bis auf einen Wochenmarkt mit wenigen Ständen einmal pro Woche und einigen Festveranstaltung, steht der riesige Platz nun leer. Für Anna Janetzko ist das unbegreiflich: „Die haben hier ohne nachzudenken den Marktplatz saniert, und jetzt müssen wir das ausbaden.“ Die Verantwortung dafür, dass das verwaiste Baugrundstück seit langer Zeit brach liegt, weißt CDU-Ortsvorsteher Robert Lange von sich: „Dass sich das verzögert liegt in Privathand und nicht in den Händen der Politik.“ Offenbar gebe es auf Seiten des Käufers da einige Probleme, mutmaßt er. Trotzdem kann er die Aufregung nicht verstehen. „Ich bezweifle, dass die Umsatzeinbußen nur mit den Parkplätzen zusammenhängen.“

Nachdem der EXTRA TIPP beim Ortsbeirat nachgehakt hat, kommt auf einmal Bewegung in die Sache. Plötzlich lassen sich Bauarbeiter auf dem Brachgrundstück blicken und beginnen hektisch den Boden aufzureißen. Und Robert Lange will sich für eine Verbesserung der Parkplatzsituation rund um den Marktplatz einsetzen: „Ich werde einen Antrag stellen, um das zu untersuchen.“

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