Attacke auf Heilige Barbara – wen trifft jetzt der Zorn Gottes?

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Der Kopf der Heiligen Barbara wurde notdürftig repariert.

Münster – Wer köpfte die Steinstatue der Heiligen Barbara an der St.-Michaels-Kirche in Münster? Zwei Wochen nach der Freveltat hat die Polizei keine heiße Spur. Doch in Sicherheit wiegen sollten sich der oder die Täter nicht. Denn wer den Zorn Gottes auf sich zieht, wird grausam bestraft. Von Norman Körtge

Das Martyrium, das die Heilige Barbara vor etwa 1800 Jahren durchlitt, ist eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten. Der Legende nach fühlte sich die schöne und kluge junge Frau zum Christentum hingezogen. Zur Zeit der Christenverfolgung eine mutige Sache. Ihr Vater Dioscuros wollte das mit Gewalt verhindern und sperrte sie ein. Sie konnte fliehen, wurde aber verraten und schließlich zum Tode verurteilt. Bevor ihr eigener Vater sie köpfte, wurde sie in aller Öffentlichkeit schwer misshandelt, mit Keulen geschlagen und mit Fackeln gefoltert.

Barabaras Verräter wurde zum Mistkäfer

Nun steht die Statue wieder an der St.-Michaels-Kirche in Münster.  

Es folgte die Strafe Gottes. Der Hirte, der Barbara verriet, wurde in einen Mistkäfer verwandelt. Barbaras Vater Dioscuros traf ein Blitz. Er verbrannte.Ob die Täter der Freveltat in Münster diese Vorgeschichte kannten, ist fraglich. Auch ist bislang aus Münster und Umgebung nichts von vom Blitz erschlagenen Menschen bekannt geworden. Ebenso werden keine Personen vermisst, die jetzt vielleicht als Mistkäfer durch die Gegend krabbeln könnten. Die Kirchengemeinde hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Fest steht allerdings, dass die etwa 1,30 Meter hohe Statue der Heiligen Barbara wieder an ihrem Platz vor der St.-Michaels-Kirche steht. Mitarbeiter der katholischen Gemeinde haben ihr den abgeschlagenen Kopf wieder aufgesetzt. Auch ihre Nase, die abgebrochen war, konnte mit ein bisschen Tüftelei notdürftig nachgeformt werden, heißt es aus dem Pfarrbüro.

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