Asthma-Alarm in der Region: Patienten klagen über Atemnot

"Die Leute stürmen die Praxis", sagt die Dietzenbacher Hausärztin Dr. Silvia Franz. Viele halten es im Freien kaum aus. Den Zustand der Patienten beschreibt sie als "zerflossen". Viele können kaum vor die Tür gehen.

Die allergische Reaktion auf die Pollen falle in diesem Jahr heftiger aus als sonst. Experten der Techniker Krankenkasse (TK) stellen fest: Immer mehr Menschen leiden unter Heuschnupfen. Auch die AOK bestätigt: "Die Allergie gegen Pollen ist auf dem Vormarsch."Bei etwa 30 bis 40 Prozent der Erkrankten kann es zu einem Etagenwechsel kommen", weiß Denise Jacoby von der TK. "In diesem Jahr habe ich besonders viele Patienten, die Asthma bekommen haben", hat Franz beobachtet. Heuschnupfen sollte also nicht auf die leichte Schulter genommen werden."Nur durch eine frühzeitige und konsequente Behandlung lässt sich verhindern, dass die Allergie von den oberen auf die unteren Atemwege übergreift", warnt Jacoby. Das gilt insbesondere dann, wenn er regelmäßig auftritt und über einen längeren Zeitraum anhält. Auch Franz rät, schnell einen Arzt aufzusuchen: "Es gibt zwar Tabletten gegen Heuschnupfen, die gegen die Symptome helfen, aber dafür müde machen."Prinzipiell sollten bei allergischen Erkrankungen die auslösenden Stoffe gemieden werden. Besonders bei Heuschnupfen ist das nur schwer möglich. Eine große Rolle bei der Therapie spielen Medikamente, die die überschießende Abwehrreaktion eindämmen sollen. Sie können die Symptome lindern.Außerdem gibt es die Möglichkeit, den Körper gegenüber den Pollen unempfindlicher zu machen, indem die Allergene in steigender Dosis unter die Haut gespritzt werden. Dieses Prinzip nennt sich Hyposensibilisierung. Die Behandlung ist meist sehr effektiv, erfordert aber Geduld: Der Prozess kann sich über mehrere â?? maximal drei â?? Jahre hinweg ziehen. Aber nur so können Heuschnupfengeplagte während des Pollenflugs die Natur genießen.br /Zusatzinfos:br /Gefährliches Ambrosiabr /Besonders allergie-auslösend sind die Pollen der Ambrosia. Sie kommt aus Nordamerika und breitet sich in Europa aus. Das Rhein-Main-Gebiet ist in Deutschland mit am häufigsten betroffen. Wer eine Ambrosia entdeckt, sollte sie sofort vernichten. Die AOK rät: Handschuhe und, wenn möglich, Schutzmaske tragen und die Pflanzen mit Wurzeln ausreißen. Dann verbrennen. Nicht auf den Kompost werfen! Auf Nummer sicher geht, wer sich an das Ordnungsamt wendet.br /Wieso reagieren wir allergisch?br /Eigentlich ist die allergische Reaktion eine nützliche Maßnahme. Sie geht vom Immunsystem aus und dient der Abwehr von körperfremden, potenziell gefährlichen Substanzen. Bei Allergikern kämpft jedoch die Körperabwehr gegen Fremdstoffe, die eigentlich gar kein Gesundheitsrisiko darstellen.Prinzipiell kann jeder Stoff Allergien auslösen. Bei den meisten Allergenen handelt es sich um Eiweißsubstanzen. Menschen, bei denen eigentlich neutrale Stoffe zu einem Allergieauslöser werden, nennt man "Atopiker". Experten vermuten, dass Faktoren wie erbliche Veranlagung, allzu hygienische Lebensverhältnisse und der allgemeine westliche Lebensstil die Entstehung von Allergien begünstigen.Wichtig ist, den Auslöser der allergischen Reaktion zu bestimmen. Der Allergietest zeigt, welche Stoffe ein Patient nicht vertr

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