Frankfurter Studentenvertretung

Verprasst der Asta das Geld für Partys und Alkohol?

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Ein Zeitungsbericht macht der Studentenvertretung Asta in Frankfurt schwere Vorwürfe: Sie verprassen das Geld der Studenten angeblich nur für Partys.

Frankfurt – Ausufernde Partys und Saufgelage – dafür soll die Studentenvertretung ihren Etat verprasst haben. Schwere Vorwürfe hat ein Zeitungsartikel in der vergangenen Woche dem Asta in Frankfurt gemacht. Kassenwart Daniel Katzenmaier wehrt sich: „Das ist Blödsinn!“.  Von Angelika Pöppel

365.500 Euro Semester-Etat verprasse der Asta in Frankfurt für Partys und Knöllchen von Studenten-Vertretern, hieß es vergangene Woche in einem Zeitungsartikel. „Der Asta ist eine Art Behörde, wir müssen dem Uni-Präsidium und dem Land-Hessen Rechenschaft ablegen und alle Ausgaben quittieren. Es kann gar keine schwarzen Löcher geben“, sagt Daniel Katzenmaier, der das Asta-Geld verwaltet. Nicht nur, dass die Vorwürfe völlig an den Haaren herbei gezogen wären, nicht mal die Zahlen stimmen: Dem Asta stehen sogar rund 800.000 Euro im Semester zur Verfügung. „Davon werden aber auch die rund 30 Mitarbeiter bezahlt, sowie der Uni-Sender UTV“, stellt Katzenmaier richtig.

Partys sind fester Bestandteil

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Und das Studierendenhaus diene auch nicht nur als Party-Palast: Auch Tagungen, Veranstaltungen und Lesungen finden in dem Gebäude statt. Für einige Wochen im Jahr bietet das Haus Neu-Studenten eine Übernachtungsmöglichkeit. Dennoch seien die Partys auch fester Bestandteil: „Dafür ist das Haus ja da. Die Partys dürfen nur nicht kommerziell sein, und die Einnahmen müssen gespendet werden.“

Vier Feste veranstaltet der Asta im Jahr selbst: Zwei Erstsemester-Partys, das traditionelle Sommerfest und die Faschingsparty „Quartier Latin“, dessen Organisation mittlerweile an eine externe Firma vergeben wurde. „Die Partys sind sehr beliebt und helfen vorallem Erstsemestern neue Leute kennenzulernen“, sagt Katzenmaier.

Sommerfest verursacht Minus von 2000 Euro

Das Sommerfest hat im vergangenen Jahr tatsächlich ein Minus von 2000 Euro verursacht. „Das Fest hat eine lange Tradition, rund 6000 Besucher waren da und deshalb wollten wir nicht darauf verzichten, auch wenn es zeitgleich zum Uni-Fest stattfand“, erklärt der Kassenwart. In diesem Jahr fällt das Uni-Fest aus und somit rechnet der Studentenvertreter wieder mit schwarzen Zahlen.

Das Jahr 2012 hinterließ dem Asta ein Minus von 5000 Euro. „Das lag daran, dass der Kino-Vorhang im Wert von 15.000 Euro ersetzt werden musste.“ Im Jahr zuvor erwirtschaftete die Studentenvertretung ein Plus.

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