Angler-Ärger wegen Müll

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Rainer Appel (links) und Eric Malsy beim Müll einsammeln.

Hainburg – Leere Mais- und Bierdosen, Zigarettenpackungen, Plastiktüten und Einweggrills – das Mainufer in Hainburg ist an einigen Stellen manchmal ein einziger illegaler Müllplatz. Die ortsansässigen Angler sind die Leidtragenden. Von Norman Körtge

Das Entsorgen von liegen gelassenem Müll gehört mittlerweile zu unserer üblichen Freizeitbeschäftigung“, flüchtet sich Rainer Appel in Sarkasmus. Wieder einmal hat der Hainburger mit seinem Anglerfreund Eric Malsy in der Nähe der Schleuse Klein-Krotzenburg mehrere blaue Säcke voll mit den Hinterlassenschaften anderer Angler eingesammelt: Plastiktüten, alte Angelschnüre, Flaschen, Bierdosen, Alu-Grillschalen und auch mal alte Camping-stühle liegen in den Büschen.

Appel glaubt nicht, dass diese Schweinerei von ortsansässigen Angler hinterlassen worden sind. „Die Schmutzfinken unter den Anglern erscheinen meist kurz vor der Dunkelheit, fischen nachts und verschwinden dann oft unerkannt“, haben Appel und seine Kollegen festgestellt.

Besonders ärgerlich empfinden es die Hainburger vor allem deshalb, weil die Kommune extra Abfallkörbe entlang des Mainuferweges angebracht hat. Die Hainburger Angelfreunde wollen deshalb in Zukunft genau hinschauen, wer am Main Fische an Land zieht.

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