Er muss GEZ zahlen, weil der Brief zu spät ankam

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Alexander Köhnlein mit den gesammelten Briefen von der GEZ.

Dreieich – Jeder kennt sie: Geschichten von der GEZ. Ob ungewollt ein Brief im BrieEr musfkasten liegt oder der Besuch überraschend an der Tür klingelt. Alexander Köhnlein soll zahlen, obwohl er von den Rundfunkgebühren befreit ist. Von Silke Gottaut

Über die neuen Regelungen für den Rundfunkbeitrag, die seit 1. Januar gelten, regt sich der Dreieicher ebenfalls auf.

Die positive Nachricht für Köhnlein ist, dass trotz der neuen Regelungen für den Rundfunkbeitrag sich weiterhin Personen, die bestimmte staatliche Sozialleistungen empfangen, vom Rundfunkbeitrag befreien lassen können.

Doch einen Punkt bei der neuen Beitragsregelung findet er unfair: „Eine Wohnung – ein Beitrag“, lautet das neue Prinzip. „Es gibt immer mehr Menschen, die ihren Strom nicht bezahlen und somit auch kein Fernsehen schauen können. Warum sollen diese dann auch zahlen? Das ist mehr als undemokratisch.“
Ein kurzer Überblick über den neuen Rundfunkbeitrag

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Was darf die GEZ?

Jeder Haushalt muss eine Grundpauschale von 17,98 Euro zahlen. Egal, wie viele Personen dort leben und wie viele Rundfunkgeräte vorhanden sind. Das heißt, das Familien, nicht-eheliche Lebensgemeinschaften und WGs finanziell entlastet werden, weil sie zusammen nur einen Beitrag zahlen müssen. Jedoch muss nun auch derjenige zahlen, der weder Internet, ein Radio, einen Fernseher oder ein Handy besitzt. Personen, die staatliche Sozialleistungen erhalten, können sich befreien lassen. Jedoch müssen Menschen mit Behinderung nun ein Drittel der Gebühr zahlen. Taubblinde Menschen sind selbstverständlich wie bisher auch befreit.

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