Mit DNA-Spuren überführt

17 Jahre später: Vergewaltiger muss in Knast

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Frankfurt - Rund 17 Jahre nach der schweren Vergewaltigung einer Frau ist ein 43-Jähriger vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Der Mann hatte seinem Opfer im Oktober 1997 in Frankfurt auf dem Weg zur Arbeit an einer S-Bahnstation aufgelauert, die Frau ins Gebüsch gezogen und mit einem Messer zwei Mal zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Nach der Tat wurden DNA-Spuren am Tatort sichergestellt. Bei einer polizeilichen Überprüfung im vergangenen Jahr in anderer Sache und der Abgabe einer Speichelprobe kam es schließlich zu einer Übereinstimmung mit Spuren von der Vergewaltigung, was zur Festnahme des Mannes führte.

Vor Gericht gab er am Dienstag an, sich an nichts mehr erinnern zu können. Auch die heute 37 Jahre alte und eigens aus Amerika angereiste Frau konnte den Angeklagten nicht mehr als Täter von damals identifizieren. Staatsanwaltschaft und Gericht stützten sich deshalb allein auf die gentechnischen Spuren. Ein Sachverständiger hatte die Möglichkeit, dass der Angeklagte nicht der Täter war, mit "eins zu 200 Millionen" eingeschätzt. Strafverschärfend wurden die anhaltenden psychischen Folgen beim Opfer angerechnet. Allein der lange zurückliegende Tatzeitpunkt und die fehlenden einschlägigen Vorstrafen sprachen laut Urteil für den Angeklagten. Drei Jahre später wäre die Tat verjährt gewesen.

dpa

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