Spenden werden bereits eingesetzt

Hilfsaktion: Dank aus Eritrea an unsere Leser

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Mit gespendeten Nähmaschinen aus dem Rhein-Main-Gebiet nähen die afrikanischen Frauen eifrig. Im Hintergrund überzeugt sich Heinz Schiedhering (mit Mütze) von der Arbeit.

Offenbach/Enghela - Die EXTRA TIPP-Leser haben Herz bewiesen. Dank ihrer Hilfe ist es 2013 möglich gewesen, für 15.000 Euro Medizin für zwei Krankenhäuser in Eritrea zu kaufen. Davon ist der Hilfskoordinator überzeugt. Nun war er selbst in Afrika. Von Axel Grysczyk

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Es hat sich gelohnt! Die Hilfe der vielen EXTRA TIPP-Leser für die beiden Krankenhäuser in Eritrea zum Ende des vergangenen Jahres ist vor Ort angekommen und wird in Anspruch genommen. Hilfskoordinator Heinz Schiedhering war persönlich vor Ort und hat sich davon überzeugt, inwieweit die Hilfe wirksam ist. Schiedhering: „Die Verteilung von Vitaminmehl und Öl an die Kinder der umliegenden Dörfer als Vorbeugungsmaßnahme hat dazu geführt, dass die Zahl der unterernährten Kinder noch recht niedrig ist.“ Darüber hinaus rattern Nähmaschinen, die die Heusenstammer Kolpingfamilie gesammelt und verschifft hatte. Über die Kolpingfamilie wurde 20 Jahre lang die Hilfe koordiniert, demnächst übernimmt die Kirchengemeinde von Maria Himmelskron diesen Job.

Hilfe wird weiterhin dringend gebraucht

Vor Ort wirbeln weiter die Kapuziner-Schwestern, die die Hilfe vor Ort organisieren und koordinieren. Schiedhering: „Die Schwestern baten inständig, die Hilfe nicht einzustellen und wiesen auf den weiterhin großen Bedarf an Hilfsgütern aller Art hin. Es ist deshalb geplant, Ende Mai einen weiteren Schiffs-Container abzusenden.“ Außerdem wird weiterhin Medizin für die beiden Krankenhäuser benötigt. Im vergangenen Jahr brauchten die Hospitäler 15.000 Euro, um Medikamente zu kaufen. Andernfalls hätten sie ihre Patienten – die teilweise bis 100 Kilometer durch die Steppe marschiert sind – wieder wegschicken müssen. Damit deren Behandlung auch im nächsten Jahr gesichert ist, werden auch wieder Geldspenden benötigt.

Ständig steigende Patienenzahlen in Enghela

Wer spenden will: Auf das Konto „Hilfe für Eritrea“ der katholischen Pfarrgemeinde „Maria Himmelskron“ bei der Vereinigten Volksbank (VVB) Maingau unter Konto IBAN:DE 18 5056 1315 0106 0606 25; BIC:GENODE5 10BH. Weitere Infos bei Heinz Schiedhering unter (06104) 3627. Der Heusenstammer Hilfskoordinator befürchtet, dass in diesem Jahr ähnlich viele Spenden gebraucht werden. „Der Arzt aus dem Krankenhaus in Enghela hat auf Grund der ständig steigenden Patientenzahlen einen Jahresbedarf an Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln in Höhe von 30.000 Euro ermittelt“, berichtet er.

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