EXTRA TIPP-Spielecheck

Mit Gewinnspiel: Alien-Ballerei „Prey“ im Test

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„Prey“ von Bethesda: Für PS 4, Xbox One und PC. 

Wissenschaftler Dr. Morgan Yu hat Großes vor, als er am 15. März 2032 in seinem Appartement auf der Erde erwacht. Zusammen mit seinem Bruder Alex will er zur Raumstation Talos I fliegen, um Aliens zu erforschen. Alles läuft prima – bis eine Kaffeetasse einen Testleiter ermordet.

Chaos bricht aus. Schnitt. Es ist der 15. März 2032, Dr. Yu erwacht in seinem Appartement. Schon wieder? Schnell stellt der Spieler fest: Alles nur Simulation – bis auf die Sache mit der kampflustigen Kaffeetasse. Morgan ist längst im All und die Alienforschung mächtig schiefgegangen. Jetzt heißt es überleben und nichts und niemandem trauen.

In der Ego-Perspektive lassen die Entwickler den Spieler als Morgan Yu auf die riesige freie Spielwelt der Talos I los. Abteilungen wie Lobby, Labore und Wohnquartiere warten darauf, erkundet zu werden. Die langen Ladezeiten zwischen den, wenn auch großen Bereichen, zerren allerdings irgendwann am Geduldsfaden.

Neue PC-Spiele: Knüppelharte Action und knifflige Diplomatie

Klobige Pixelgrafik trifft auf modernes Spielkonzept: Der Retro-Shooter "Strafe" von Devolver Digital kommt mit einer Optik von 1996 daher, ist aber alles andere als altbacken. Foto: Decolver Digital/dpa-tmn
Klobige Pixelgrafik trifft auf modernes Spielkonzept: Der Retro-Shooter "Strafe" von Devolver Digital kommt mit einer Optik von 1996 daher, ist aber alles andere als altbacken. Foto: Decolver Digital/dpa-tmn © Devolver Digital
In "Endless Space 2" werden Sternenimperien aufgebaut, ausgeweitet und natürlich auch verteidigt. Foto: Sega/dpa-tmn
In "Endless Space 2" werden Sternenimperien aufgebaut, ausgeweitet und natürlich auch verteidigt. Foto: Sega/dpa-tmn © Sega
Schwierig, anspruchsvoll und ziemlich actionlastig ist "The Surge". Spieler müssen in dem futuristischen Cyberpunk-Szenario ihre Fähigkeiten erweitern und zahlreiche Kämpfe bestehen. Foto: Focus Home Entertainment/dpa-tmn
Schwierig, anspruchsvoll und ziemlich actionlastig ist "The Surge". Spieler müssen in dem futuristischen Cyberpunk-Szenario ihre Fähigkeiten erweitern und zahlreiche Kämpfe bestehen. Foto: Focus Home Entertainment/dpa-tmn © Focus Home Entertainment
"Rime" ist ein farbenfrohes Jump&#39n&#39Run mit vielen kniffeligen Puzzle-Aufgaben. Foto: Grey Box/dpa-tmn
"Rime" ist ein farbenfrohes Jump'n'Run mit vielen kniffeligen Puzzle-Aufgaben. Foto: Grey Box/dpa-tmn © Grey Box
In "Dirt 4" schmieren PC-Rennfahrer ordentlich digitales Gummi auf Pisten aller Art. Im ausgebauten Online-Modus geht es in Rennen gegen Mitspieler weltweit. Foto: Codemasters/dpa-tmn
In "Dirt 4" schmieren PC-Rennfahrer ordentlich digitales Gummi auf Pisten aller Art. Im ausgebauten Online-Modus geht es in Rennen gegen Mitspieler weltweit. Foto: Codemasters/dpa-tmn © Codemasters

Positiv fällt dagegen die stimmige Umgebung auf, die grafisch und atmosphärisch gelungen ist. Zu letzterem trägt vor allem auch die fantastische deutsche Synchronisation und das Audiodesign bei. Es knarrt, es poltert und wackelt, Sachen stürzen plötzlich zu Boden. Die Talos kommt nicht zur Ruhe und ebenso wenig der Spieler.

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Dafür sorgen auch die Typhon, wie die Aliens im Fachjargon heißen, und die in mehreren Arten daher kommen. Böse Schockmomente liefern die Mimics, kleine spinnenartige Viecher, die sich als beliebiger Gegenstand tarnen, um dann explosionsartig anzugreifen. Der Kaffeebecher lässt grüßen. Ziemlich witzlos sind dagegen die stärksten Aliens, Albträume genannt. Taucht eins der Mega-Monster auf, läuft ein Timer rückwärts. Wer nicht kämpfen will, versteckt sich einfach knapp drei Minuten bis es von selbst auf nimmerwiedersehen verschwindet. Da die riesigen Ungetüme durch so gut wie keine Tür passen, ist das nicht sonderlich schwer. Die Entwickler machen die härtesten Gegnern so zu den einfachsten. Schade.

Zu leicht wird’s trotzdem nicht. Munition und andere Ausrüstung bleiben Mangelware. Wildes Rumgeballer weicht auf allen vier wählbaren Schwierigkeitsstufen schnell einem taktischeren Vorgehen.

Hilfe versprechen dabei die Neuromods, an denen auf der Talos I geforscht wurde. Per Injektion lassen sich Morgans Fähigkeiten verbessern und ganz neue erlernen. Mehr fremde E-Mails mit wichtigen Infos lesen? Dann Neuromods ins Hacken investieren. Wer sich herrlich skurril zum Beispiel als Klopapierrolle getarnt an Aliens vorbei rollen will, setzt dagegen auf Mimikry. 

Welche Entscheidungen der Spieler trifft, sowohl bei der Charaktergestaltung als auch im Verlauf der Haupthandlung, hat einen gewissen Einfluss auf das Ende des Spiels. Vieles läuft dabei über Vernunft oder eigene Vorliebe, denn „Prey“ lässt durch zu viel Oberflächlichkeit leider wenig Sympathie zu den Figuren aufkommen.

Fazit: „Prey“ ist dennoch ein mehr als ordentliches Science-Fiction-Abenteuer, das den Spieler vor allem durch die freie Charaktergestaltung für bis zu 30 Stunden und mehr fesseln kann. Wer die Spielprinzipe von „Bioshock“ und „Dishonored“ mochte, macht hiermit nichts falsch. skk

EXTRA TIPP-Wertung: 8/10

„Prey“ von Bethesda: Für PS 4, Xbox One und PC.

Mitmachen und gewinnen

Das gibt's zu gewinnen. 

Der EXTRA TIPP verlost drei "Prey"-Fansets. Enthalten sind unter anderem ein lustiges Mimic-Anti-Stress-Toy, ein Prey-T-Shirt, Poster, Artbooks und ein Magnet. Dafür bis Freitag, 30. Juni, 11 Uhr, www.facebook.de/rheinmainextratipp liken und mitmachen oder das Online-Formular hier ausfüllen:

Das Gewinnspiel ist beendet.

Das Herz der Spiele-Designer schlägt in Frankfurt: Der EXTRA TIPP schaut bei Keen-Games und Crytek vorbei.

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