Flüchtlingswelle mit ein paar Euro die Stirn bieten

EXTRA TIPP-Leser ermöglichen Kita-Bau in Eritrea

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Fünf Ausbildungszentren sind bereits in Eritrea durch die „Hilfe für Eritrea“ entstanden. Dieses Bild zeigt eins der bereits bestehenden. Nun soll ein weiteres gebaut werden. Dafür bittet Heinz Schiedhering (rechts) um weitere Spenden.

Heusenstamm – Dank den Lesern des EXTRA TIPPs gibt es immer wieder Hoffnung in Eritrea. Derzeit hat die Spendenbereitschaft unserer Leser einen Kita-Bau möglich gemacht. Jetzt fehlt Geld für ein Ausbildungszentrum. Von Axel Grysczyk.

Die Welt ist aufgrund der Flüchtlingswelle geschockt. Gerade Europäer hoffen, dass sich den Flüchtlingen in ihrer Heimat eine lebenswerte Zukunft bietet. Doch daran hapert’s: Keine Arbeit, nichts zu essen und oft Krieg.

Der EXTRA TIPP unterstützt die Idee, den Menschen vor Ort in Afrika eine Perspektive zu bieten. Seit Jahren unterstützen wir mit der tatkräftigen Hilfe unserer Leser die Heusenstammer Initiative „Hilfe für Eritrea“. In der vergangenen Woche haben die ehrenamtlichen Helfer den 44. Schiffs-Container mit Hilfsgütern in den Osten Afrikas geschickt. Neben 300 Paketen ist das Herzstück der Hilfsladung, fünf Paletten mit Medikamenten für 30.000 Euro, bestimmt für ein Krankenhaus in Enghela. In diesem Jahr haben wir schon mehrfach um Spenden für einen Kindergartenbau in Emni Tselim gebeten. Auch dort spendeten die EXTRA TIPP-Leser eifrig. Die Initiative um Hilfskoordinator Heinz Schiedhering weiß dies zu schätzen. „Ein Riesen-Dankeschön dafür“, sagt der 82-Jährige, der sich unermüdlich von morgens bis abends für Afrika einsetzt. 35.000 Euro waren für den Bau nötig. Das Geld wurde knapp. Die Erlösung: Die deutsche Botschaft beteiligt sich mit 20.000 Euro am Bau.

Ausbildungszentrum geplant

Der Blick geht nach vorn. Denn sofort nachdem der Kita-Bau gesichert war, hat die Planung und der Bau eines Ausbildungszentrums direkt neben der Kita begonnen. Dort sollen 200 Frauen im Nähen ausgebildet werden. Sie sollen später spezielle Umhänge herstellen, die sowohl von Frauen als auch von Männern in Eritrea getragen werden. Schiedhering: „Das ist ideal. Die Frauen können die Kinder in der Kita abgeben und sich dann nebenan ausbilden lassen.“ 200 Frauen sollen in dem späteren Produktionsbetrieb im Schichtdienst arbeiten und Geld für ihre Familien verdienen.

Schiedhering hat Erfahrung mit solchen Ausbildungszentren. In seiner über 20-jährigen Hilfstätigkeit für Eritrea hat er schon den Bau von fünf solcher Ausbildungszentren unterstützt. Und auch dafür braucht er wieder Geld. „5000 Euro habe ich schon, aber wir brauchen insgesamt 20.000 Euro. Wir brauchen weiter Spenden. Jeder Euro hilft“, sagt er.

Der Kita-Bau stockt

Momentan gibt es eine Verschnaufpause. Der Kita-Bau stockt. Es fehlt an Zement und Diesel für die Baufahrzeuge. Es ist schlichtweg nichts mehr da. Da das Land mit einem UN-Embargo kämpfen muss und die Regierung undurchsichtige Verteilkanäle bedient, gehen hin und wieder die Rohstoffe aus. Schiedhering: „Das Geld für Baumaterialien für die Kita ist da. Es kann derzeit nur nicht geliefert werden. Wenn es aber weitergeht, brauchen wir unbedingt Geld für den Bau des Ausbildungszentrums.“

Wer helfen möchte, kann auf das Konto: „Hilfe für Eritrea“ der Pfarrgemeinde „Maria Himmelskron“ in Heusenstamm, IBAN: DE 18 5056 1315 0106 0606 25, BIC: GENODE5 10BH, spenden. Wer weitere Informationen zu den Hilfsprojekten in Eritrea benötigt, kann sich bei Heinz Schiedhering unter S (06104) 3627 informieren.

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