Riesen Spendenbereitschaft

Hilfe für Eritrea ist auf dem Weg: Spenden der EXTRA TIPP-Leser bald am Ziel

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Die fleißigen Helfer hatten beim Einladen in den Container viel zu puzzeln. Rechts: Heinz Schiedhering (rechts) freut sich über die 1700 Euro, die Hermon Tesfaldet für die Aktion gesammelt hat. Auch der kleine Max (gelbe Jacke) spendete ein Stofftier.

Die Hilfsgüter für Eritrea gehen noch vor dem Weihnachtsfest auf große Reise. Damit möglichst viel in den Container passte, mussten die Helfer der Kolpingfamilie erstmal puzzeln. Von Axel Grysczyk und Christian Reinartz 

Medikamente im Wert von 15.000 Euro, 60 Pakete, 985 Kilo schwer, mit dabei Spritzen, Medizin, Einweghandschuhe und eine ganze Ladung zusammenfaltbare Krankentragen. Dazu über hundert Pakete mit Bettwäsche und Handtüchern.

Was Heinz Schiedhering von der Heusenstammer Kolpingfamilie in diesen Tagen nach Eritrea verschiffen lässt, wird dort hunderten Menschen helfen.

Ermöglicht haben das die EXTRA TIPP-Leser, die gespendet haben was das Zeug hält. Insgesamt 30.000 Euro sind bei der diesjährigen Spendenaktion zusammengekommen. Chefkoordinator Heinz Schiedhering ist froh, dass so viele Menschen Anteil an dem Schicksal der Menschen in Enghela und Feledarb nehmen. „Ich hätte nie gedacht, dass die Leute so viel geben.“ Denn noch in der Woche vor dem Start des fünf Tonnen schweren Hilfstransports, erreichte Heinz Schiedhering eine weitere Spende. Der Frankfurter Hermon Tesfaldet hatte im EXTRA TIPP gelesen, dass noch Geld fehlt. Da seine Mutter aus Eritrea ist, fühlte er sich verpflichtet, alle Hebel in Bewegung zu setzen. „Ich habe eine Spendenaktion über Facebook gestartet. Der Aufruf und der EXTRA TIPP-Artikel sind immer wieder geteilt worden“, sagt der 28-jährige Student. Zahlreiche Freunde haben daraufhin gespendet. Vergangene Woche konnte er 1700 Euro überreichen. Tesfaldet: „Es war noch viel mehr Geld. Aber einige Spender haben verständlicherweise direkt an die Kolpingfamilie überwiesen.“

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Dass nun über 30.000 Euro zur Verfügung stehen, lässt Schiedhering aufatmen. „Kein Cent ist verloren. Wir werden das Geld für die nächste Spendenaktion im Jahr 2014 benötigen.“ Tesfaldet ergänzt: „Ich war im vergangenen Jahr in Eritrea und erschüttert, wie viel Armut herrscht. Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer.“ Zur Geldübergabe hatte er den sechsjährigen Max dabei, das Kind eines Freundes. Und auch Max wollte helfen: „Ich spende ein Stofftier von mir. Ich habe genug und kann eins abgeben.“ Und nicht nur Max ist ein Neu-Spender der Heusenstammer Kolpingfamilie, auch ein Spender aus Würzburg kam hinzu. Schiedhering: „Unsere Hilfsaktion zieht dank Internet und Facebook immer größere Kreise. Für diese große Unetrstützung danke ich dem EXTRA TIPP und seinen Lesern. So viel Geld ist wirklich noch nie zusammen gekommen.“

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