Energieversorger Maingau spendet sogar 8500 Euro

Dank an EXTRA TIPP-Leser: Geld für Eritrea-Hilfe ist da!

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Energieversorger mit Herz: (von links) Joachim Prietzel, Heinz Schiedhering, Jochen Bauer und Richard Schmitz mit Scheck.

Obertshausen – Zum Schluss hatten noch 3598 Euro gefehlt. Und noch einmal hatte der EXTRA TIPP gebeten: Helfen Sie Eritrea! Der Energieversorger Maingau zögerte nicht lange und beendete die Hängepartie. Von Axel Grysczyk.

Eigentlich war alles wie in den vergangenen 19 Jahren. Die Heusenstammer Kolpingfamilie hilft zwei Krankenhäusern in Eritrea. Federführend organisiert die Hilfe Heinz Schiedhering. Doch in diesem Jahr brach bei dem 80-Jährigen Panik aus. Der einzige Arzt im Krankenhaus Enghela in Eritrea, Dr. Kibrom Tseggai, schreibt einen Brief. Die Regenzeit sei fast komplett ausgefallen, die Ernte droht miserabel zu werden, eine Hungersnot stehe an. Und: Tseggai berichtet, dass das Krankenhaus überfüllt ist. Die Medikamente – in der Hauptsache von der Kolpingfamilie organisiert und bezahlt – würden normalerweise ein Jahr lang reichen. Er schätzt, dass sie diesmal aufgrund der Notlage nach ein paar Monaten aufgebraucht sind. Schiedhering krempelt die Ärmel hoch. 15.000 Euro für Medikamente müssen her. Er bittet den EXTRA TIPP um Hilfe. Unsere Leser erkennen die Not und helfen – und wie.

Wunsch der Maingau-Mitarbieter erfüllt

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Der Kassierer der Kolpingfamilie Heusenstamm, Jochen Bauer: „Nach den Artikeln im EXTRA TIPP war die Spendenbereitschaft doppelt, fast dreimal so hoch wie in den vergangenen Jahren.“ Doch nun fehlten noch die 3598 Euro für den Transport. Und dann machte der Obertshausener Energieversorger Maingau der Zitterpartie ein Ende. Maingau-Geschäftsführer Richard Schmitz: „Es war der Wunsch unserer Mitarbeiter, sich überregional für die gute Sache zu engagieren. Dann kamen Mitarbeiter mit dem EXTRA TIPP-Artikel auf uns zu, und da haben wir gesagt: Da helfen wir.“ Am vergangenen Donnerstag hat Schmitz der Kolpingfamilie 8500 Euro gespendet. Sein Geschäftsführer-Kollege Joachim Prietzel: „Das soll nicht einmalig sein. Wir wollen dem Projekt jetzt jährlich helfen.“ Das Unternehmen möchte von seinem wirtschaftlichen Erfolg – inzwischen sind es 120.000 Kunden – etwas abgeben. Es sollte etwas sein, wo nicht viel Geld in Verwaltung fließt und die Projektmacher sympathisch sind. Das konnte Schiedhering garantieren. Ab dem kommenden Jahr will die Maingau auf ihrer Homepage über den Fortgang der Hilfe berichten. Schmitz: „Die Mitarbeiter sollen sich mit dem Projekt identifizieren können.“

Der lebenswichtige Transport ist gesichert. Am 17. Dezember kommt der Sattelschlepper nach Heusenstamm und wird den Hilfstransport verladen. Schiedhering: „Ich bin begeistert und bedanke mich bei allen Spendern.“

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