Teil drei: Wut-Leserbriefe regen auf

Pöbel-Post bald vor Gericht?

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Region Rhein-Main -  Im dritten Teil unserer "Pöbel-Post" wird es emotional und persönlich: Ein anonymer Leser nimmt sich „den Polen“, Redaktionsleiter Axel Grysczyk   vor.

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Mit Hass sind einige Zuschriften geschrieben, die uns als Leserbriefe erreichen. In unserer Reihe „Pöbel-Post“ haben wir diese Zeilen des Zorns in den vergangenen beiden Wochen im Internet veröffentlicht. Redakteure haben Leserbriefe, die uns beleidigen, beschimpfen, diffamieren oder deren Inhalt extrem skurril ist, vor laufender Kamera vorgelesen. Uns geht es darum, mit diesen abschreckenden Beispielen für mehr Sachlichkeit zu werben. Letztendlich sind die Texte auch ein Stück großer Unterhaltung. Im ersten Teil wurde der kompletten Redaktion angedroht sich zu Halloween vor den Rächern zu fürchten und im zweiten Teil will ein Leser die Homosexualität definitiv nicht akzeptieren.

Anonymer Leser will juristische Schritte einleiten

Auch im dritten Video wird es emotional und persönlich: Ein anonymer Leser nimmt sich „den Polen“, Redaktionsleiter Axel Grysczyk vor, weil er einen Kommentar zum gewaltsamen Angriff auf eine Hartz IV-Sachbearbeiterin verfasst hat. So heißt es: „Der Herr Pole, der im geschaffenen Speck unserer Gesellschaft sitzt und sich unverdienterweise satt schleckt, besitzt die Arroganz, sich über andere Menschen aufzutun.“ Zu Testzwecken hatten wir diesen Teil schon vorherige Woche online gestellt, ohne darauf direkt hinzuweisen. Der Autor der Zuschrift hat aber seine Wut-Zeilen sofort gefunden, erkannt und sich in einem weiteren achtseitigen Brief an uns und den „Herrn Polen“ gewandt: Er werde juristisch gegen uns vorgehen, wenn wir die „Pöbel-Post“ nicht stoppen. Schließlich machen wir uns der Volksverhetzung strafbar. agk

Teil drei unserer "Pöbel-Post"

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