Trendsport im Test

Der EXTRA TIPP eröffnet die Stand-Up-Paddeling-Saison

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Nach nur wenigen Minuten steht Redakteurin Angelika Pöppel mehr oder weniger sicher auf dem Brett.

Region Rhein-Main – Diese Woche wurde die Stand-Up- Paddeling-Saison offiziell eröffnet und EXTRA-TIPP-Redakteurin Angelika Pöppel hat sich mutig auf die wackelige Angelegenheit eingelassen und landete trotz Bemühung am Ende doch im Wasser. Von Angelika Pöppel

 „Und jetzt aufstehen“, fordert Jörg Appel vom Windsurfing Verein Rhein Main auf, während ich auf allen Vieren auf dem Surfbrett kniee. Mitten auf dem Main. Die Strömung hat mich und die neugierige Anfänger-Truppe am Montag von ganz allein abgetrieben. Zurück soll es im Stehen gehen. Nach einigen Minuten überwinde ich mich und richte mich langsam auf. Ich verlagere das Gewicht von einer zur anderen Seite, die Beine zittern, der Oberkörper schwankt. Aber ich stehe. Und schon geht es gegen die Strömung Main aufwärts.

Urlaubsgefühl auf dem Main

Das Paddel gleitet durchs Wasser – das verlangt Kraft. Der Trendsport soll die Balance schulen und so die großen Muskelgruppen, wie Beine, Rumpf, Rücken und Arme beanspruchen. Lehrer Appel zieht an mir vorbei. Eigentlich arbeitet er in der Steuerbranche, findet aber auf dem Main den Ausgleich zum Büro. Eine Abwechslung ist es definitiv: Auf dem Surfbrett, mit dem Stechpaddel in beiden Händen, kommt sogar ein wenig Urlaubsstimmung auf. Was sich alles unter Wasser befinden könnte, ist schnell vergessen. Das kühle Nass an den Füßen erfrischt bei über 20 Grad in der prallen Sonne. Trotzdem strenge ich mich an, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Schon kleine Windböen machen sich bemerkbar, genauso wie die Wellen von vorbeifahrenden Schiffen.

Bilder vom Stand Up Paddling am Main

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Nach einigen Runden auf und ab bin ich erschöpft und brauche eine Pause. Trainer Appel holt mich aber ganz schnell wieder auf das Brett. „Komm, wir tauschen jetzt das Board“, sagt er. Obwohl ich vermute, wie dieses Experiment endet, lasse ich mich darauf ein. Und schneller als ich denken kann, lande ich im hohen Bogen im Main. Eine willkommene Einlage für die Zuschauer am Ufer – ein Kälteschock für mich. Dennoch: Das Stand Up Paddeling ist nicht vergleichbar mit öden Besuchen im Fitnessstudio, genauso wenig wie mit herkömmlichen Sportarten an der frischen Luft. Auf dem Brett ist man dem Sommerurlaub ein ganzes Stück näher und die Anstrengung wird fast vom Winde verweht. Daumen hoch! 

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