Hilfe in Heusenstamm

EXTRA TIPP-Leser zeigen weiter großes Herz für Eritrea

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Zwei Helfer packen Kisten für den Transport.

Heusenstamm/Enghela – EXTRA TIPP-Leser sind die Besten. Zumindest für die Eritrea-Hilfe in Heusenstamm. Die nun schon mehrere Monate andauernde Hilfe reißt nicht ab. Doch es gibt wieder neue Probleme. Von Axel Grysczyk 

Im Lager der Eritrea-Helfer in der Philipp-Reis-Straße in Heusenstamm wird Hilfe erlebbar. Ehrenamtliche verpacken Pakete, Chef-Organisator Heinz Schiedhering  verkauft von einem Frauenkreis in Lämmerspiel selbst hergestellte Kerzen, und immer wieder stehen Menschen in der Tür und fragen, ob sie Seife, Wolle, Decken oder Stofftiere abgeben können. Sie können.

15.000 Euro für Medikamente gesammelt

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Im vergangenen Jahr sendete Schiedhering einen Hilferuf an den EXTRA TIPP. Es fehlten 15.000 Euro für dringend benötigte Medikamente in zwei Krankenhäusern in Eritrea, die die Kolpingfamilie Heusenstamm bereits seit 20 Jahren mit Hilfstransporten unterstützt. Danach startete eine beispiellose Spendenaktion – zum Schluss kamen die 15.000 Euro zusammen. Der EXTRA TIPP berichtete mehrfach über die Spendenaktion (mehr unter www.extratipp.com). Im April schilderten wir in einem Artikel, wie die Hilfe vor Ort wirkt. Chef-Organisator Heinz Schiedhering hatte sich selbst dort ein Bild gemacht. Er brachte Fotos mit, eins davon zeigte afrikanische Frauen, wie sie sich mit gespendeten Nähmaschinen Kleider nähten. Dies hatte Folgen: In den folgenden drei Wochen spendeten EXTRA TIPP-Leser insgesamt 30 weitere Nähmaschinen. Schiedhering: „Vielen Dank für die große Hilfe. Und trotzdem benötigen wir weiterhin Bettwäsche, Handtücher, Verbandsmaterial, Gehhilfen und Schirme.“ Die Annahmestelle ist in den Monaten Mai und Juni weiterhin mittwochs von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Der nächste Transport eines großen Schiffscontainers ist für Anfang Juni geplant.

Jahresbedarf bei 30.000 Euro

Und trotz der überwältigenden Hilfe hat Heinz Schiedhering wieder Sorgenfalten auf der Stirn. Bei dem Besuch des 81-Jährigen vor wenigen Wochen in Eritrea berichtete der einzige behandelnde Arzt des Krankenhauses in Enghela, Dr. Kibrom Tseggai, von ständig steigenden Patientenzahlen. Er habe seinen aktuellen Jahresbedarf an Medikamenten ermittelt. Der dürfte umgerechnet bei zirka 30.000 Euro liegen. Außerdem hat der Arzt den akuten Bedarf an Krankentragen mitgeteilt, die zum Transport von verunglückten und kranken Menschen über unwegsames Gelände dringend benötigt werden. Schiedhering hat kurz entschlossen und in der Hoffnung auf die weiter anhaltende große Spendenbereitschaft 20 neue Tragen bei „Action Medeor“ im Wert von 3000 Euro gekauft. Weitere Infos bei Heinz Schiedhering unter der Nummer (06104) 3627.

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