Insekten essen in Frankfurter Restaurant

Vorgeschmack aufs Dschungelcamp: Der EXTRA TIPP probiert

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Kaya Baris und Redakteurin Silke Gottaut haben zusammen Mehlwürmer und Larven zubereitet.

Region Rhein-Main -Nächsten Freitag geht’s wieder los: Das Dschungelcamp auf RTL. Um ein wenig Vorgeschmack darauf zu bekommen, hat der EXTRA TIPP den Insekten-Test gemacht. Von Silke Gottaut und Norman Körtge

Endlich wieder Januar. Nicht, weil ein neues Jahr begonnen hat, sondern weil das Dschungelcamp wieder los geht. Gemütlich zu Hause sitzen und im Fernsehen zuschauen, wie elf Kandidaten sich durch widerliche Dschungelprüfungen quälen. Doch zuschauen bei der erfolgreichsten TV-Produktion der vergangenen Jahre ist einfach. Also mache ich meine persönliche Dschungelprüfung. Zusammen mit Kollege Norman Körtge geht’s ins Restaurant Manitou nach Frankfurt-Sachsenhausen. Dort gibt es jede Menge außergewöhnliche Spezialitäten. Krokodilfleisch, Klapperschlange oder aber einem gemischten Vorspeiseteller mit Heuschrecken und Mehlwürmern. Und genau diesen möchte ich zusammen mit Besitzer Kaya Baris zubereiten.

Die Larven müssen länger braten

Das Restaurant Manitou ist in der Seehofstraße 6 in Frankfurt-Sachsenhausen. Die beiden Zwillingsbrüder Kaya Baris und Pacome Barantin führen dies seit zehn Jahren zusammen. Wer nichts Exotisches essen möchte, kann sich die Speisekarte unter www.manitou-restaurant.com anschauen und sich etwas „Normales“ aussuchen. Reservierungen unter (069) 66127739. 

Hände waschen, Schürze an. Als erstes holt Kaya die Larven aus dem Kühlschrank und erklärt: „Diese brätst du zuerst an, denn sie brauchen länger als die Mehlwürmer.“ Kein Thema denke ich mir, bis ich die kleinen, wundervollen Tierchen sehe und weiß, dass ich sie anfassen muss, um sie in die Pfanne zu legen. Ich habe noch nie ein Tier ohne Fell angefasst. Geschweige denn gegessen. Mich ekelt so etwas einfach. Mutig nehme ich einzeln die Larven aus der Packung. Geschafft. Puh.

Weiter gehts. Nun die Mehlwürmer. Die sind gegen die Larven ein Klacks. Heuschrecken gibt es heute nicht. Wie schade. Ein wenig Salz dazu, brutzeln lassen. Fertig. Kaya zeigt mir, wie der Teller angerichtet wird. Salat auf den Tellerrand, in die Mitte ein wenig Reis und oben drauf die jetzt knusprigen Tierchen. Der Vorspeisenteller ist fertig.

Ein Mehlwurm geht - mehr nicht

Doch wie schmeckt er? Dass muss ich nun probieren. Eine Mutprobe für mich. Kaya und mein Arbeitskollege stehen grinsend vor mir und warten darauf, dass ich esse. Und das vor laufender Kamera. Fies denke ich. Aber das nützt mir jetzt nichts. Augen zu und durch. Ich wollte diesen Spaß schließlich.

Larven und Mehlwürmer: Der EXTRA TIPP macht Dschungelprüfung

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Kritisch suche ich mir einen Mehlwurm aus. Über seine kleinen Füßen versuche ich jetzt nicht nachzudenken und beiße ein Stück von ihm ab. Sehr knusprig. Und gar nicht eklig. Also noch ein Stück, bis der anderthalb Zentimeter lange Winzling aufgegessen ist.

Hätte ich nicht gewusst, dass es ein Mehlwurm war, würde ich denken, ich habe gewürzte, knusprige Hähnchenhaut gegessen.

Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, auch wenn es nur ein einziges Würmchen war. An eine Larve traue ich mich allerdings nicht. Sie ist mir zu groß und dick. Doch dafür habe ich meinen Kollegen dabei. Der hat Hunger.....

...und jetzt die fette Larve

Redakteur Norman Körtge vor dem Larven Genuss.

Nein. Von Ekelfaktor keine Spur als der Teller mit den Mehlwürmern und den Larven vor mir steht. Sieht gut aus. Beherzt zu den gebratenen Mehlwürmern gegriffen und ab in den Mund. Der erste Gedanke: Schmeckt wie Salzstangen. Doch nach dem zweiten und dritten Wurm kommt mit dem Nachgeschmack das Nussige hervor. Schmecken wie Erdnuss-Flips. Als hätte ich Mehlwürmer schon immer gegessen, greife ich immer wieder zu, nehme gleich mehrere in den Mund. Sind ja winzig. Anders die Larven. Zirka vier Zentimeter lang, dicker und viel deutlicher sind die kleinen Füßchen zu sehen. Aber auch die landet im Ganzen in meinem Mund, ich kaue und schmecke. Mehliger als die Mehlwürmer. Essbar, aber nicht so gut wie die Würmchen, die für mich ab sofort die deutlich bessere, weil gesündere Alternative zu Chips sind.

Krokodil ist wie Hühnchen

Und als Schmankerl gibt’s noch ein Stück Krokodilfleisch dazu. Sieht aus wie Hühnchen – und schmeckt auch so. Sehr zu empfehlen.

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Dschungelcamp: Der Insekten-Test in Frankfurt

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