Zauberer beweisen ihr Talent

Magische Hände gesucht

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Anläßlich des Wettbewerbs „Tour de chance“ findet am Samstag, 8. Juni, um 20 Uhr die Nacht der Wunder im Bürgerhaus Sprendlingen statt. Norbert Ferré, Grand-Prix-Sieger der Weltmeisterschaften 2003, wird das Publikum mit irrwitziger Fingerakrobat begeistern.

Region Rhein-Main – Zaubertricks hat jeder schon einmal gesehen. Es gehört sehr viel Talent dazu, zum Beispiel eine Cheerleadertruppe aus einer kleinen Kiste hervorzaubern oder eine Dame zu zersägen. Von Silke Gottaut

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Beim Magier-Wettbewerb „Tour de chance“ vom 7. bis 9. Juni im Bürgerhaus Sprendlingen in Dreieich werden etwa 70 Teilnehmer aus ganz Deutschlands ihr Können beweisen. Die besten qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft der Zauberkunst im Januar in Sindelfingen. Andreas Fleckenstein, Vorsitzender des Magischen Zirkel Frankfurt , erklärt den Wettbewerb.

Was ist der Wettbewerb „Tour de chance“?

Alle drei Jahre veranstaltet der Magische Zirkel von Deutschland (MZvD) die Deutsche Meisterschaft der Zauberkunst. Wer daran teilnehmen möchte, muss sich zuvor mit seiner Darbietung bei einer Vorentscheidung qualifizieren. Und wer bei der Deutschen Meisterschaft erfolgreich war, kann sogar bei der Weltmeisterschaft antreten. Die Vorentscheidungen werden in Lübeck und Dreieich veranstaltet.

Was für Wettbewerbssparten gibt es?

Es gibt neun Sparten der Zauberkunst. Darunter sind Großillusionen und Mikromagie. Großillusionen heißt zum Beispiel das Zersägen einer Dame oder das Hervorzaubern einer kompletten Cheerleadertruppe aus einer kleinen Kiste. Bei der Mikromagie, Zauberkunst die hautnah und direkt am Tisch geschieht, werden Münzen und ähnliche kleinen Gegenstände verwendet.

Wie lange hat der Teilnehmer Zeit, etwas vorzuzeigen?

Die Mindestzeit für einen Auftritt beträgt fünf Minuten, die Höchstzeit zehn Minuten. Eine Ausnahme bildet die Sparte „Zauberkunst für Kinder“. Hier beträgt die maximale Auftrittszeit 15 Minuten.

Wer sitzt in der Jury?

Die Jury der Vorentscheidungen besteht aus fünf Personen. Juryleiter ist Jan Vorg, selbst Preisträger bei diversen Wettbewerben und heute zaubernder Anwalt aus Leipzig. In der Jury sitzen unter anderem der Präsident des MZvD, Eberhard Riese, Julius Frack, der 2009 Weltmeister in der Sparte Illusion wurde und Denis Behr, einer der besten Kartenzauberer der Welt. Auch ich selbst werde in der Jury sitzen.

Gibt es bei den Künstlernamen irgendwelche Kriterien?

Hier ist jeder Künstler kreativ. Wobei zu beobachten ist, dass Endungen wie „-ini“ und Bezeichnungen wie „Der große…“ oft nicht mehr zeitgemäß sind und kaum noch verwendet werden. Viele Künstler entscheiden sich meist für einen gut klingenden Namen, der auch international gut ausgesprochen werden kann.

Welche bekannten Künstler wurden bei Ihnen berühmt?

Neben vielen Hobby- und Berufszauberern hat der MZvD auch viele prominente Mitglieder, wie zum Beispiel Siegfried und Roy, Jürgen von der Lippe, Dr. Eckhart von Hirschhausen, Franklin oder Ingo Oschmann.

Magische Momente beim EXTRA TIPP

Die beiden berühmten Zauberkünstler und Magier „Ehrlich Brothers" gehen auf Deutschland-Tournee, am 9. Dezember sind sie auch in der Offenbacher Stadthalle. Uns haben sie vorab in der Redaktion besucht und und mit einigen ihrer Tricks verblüfft.

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