Polen baut Freiwilligenmiliz auf

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Polnische Soldaten bei einer Militärparade in Warschau. Das polnische Verteidigungsministerium hat seit längerem Pläne, außerdem auch Schützenverbände und andere Gruppen als Freiwillige in die Landesverteidigung einzubinden. Foto: Radek Pietruszka/Archiv

Ostroda (dpa) - Polen will im Herbst mit dem Aufbau einer Freiwilligenmiliz beginnen, die innerhalb weniger Jahre etwa 35 000 Mitglieder stark sein soll. Das polnische Verteidigungsministerium plant schon seit längerem, Schützenverbände und andere Gruppen als Freiwillige in die Verteidigung einzubinden.

Das kündigte Grzegorz Kwasniak, der Bevollmächtigte des Verteidigungsministeriums für die paramilitärischen Gruppen, in Ostroda auf der Fachmesse "Pro Defense" an. Teil der bis Sonntag dauernden Messe ist auch ein Kongress paramilitärischer Gruppen.

"Das Vaterland wartet auf euch", versicherte Verteidigungsminister Antoni Macierewicz in einer Grußbotschaft. Die Freiwilligen sollen Kwasniak zufolge monatlich etwa 500 Zloty (125 Euro) für ihren Einsatz erhalten.

Eine kleine Gruppe paramilitärischer Organisationen werde bereits im Juni an der Übung "Anakonda" auf polnischen Truppenübungsplätzen beteiligt, kündigte das Warschauer Ministerium an. An dem größten polnischen Militärmanöver nehmen in diesem Jahr Truppen aus 24 Staaten der Nato und anderer Verbündeter Polens teil.

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