Komplizierte Gespräche

Kaiser's Tengelmann: Noch keine Einigung in Sicht

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Die unter Leitung von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) erreichte Lösung sieht vor, dass eine Einigung bis zum Freitag (4. November) angestrebt wird.

Mülheim/Ruhr (dpa) - Nach dem am Montag erzielten Schlichtungsergebnis für die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann ist nach dpa-Informationen noch keine abschließende Einigung in Sicht.

Die Gespräche über eine Abgabe von Supermärkten an Rewe in Berlin gestalteten sich kompliziert, hieß es in Kreisen. Auch am Freitag werde voraussichtlich noch weiter verhandelt.

Im Ringen um die Zukunft der Supermarktkette hatten sich die Unternehmen Tengelmann, Edeka und Rewe in einem Schlichtungsverfahren auf einen Interessensausgleich geeinigt, der den Weg für eine Übernahme der Kette durch Edeka frei macht. Über den konkreten Inhalt des Ausgleichs wurde Stillschweigen vereinbart.

Dabei soll nach dpa-Informationen ein Teil der Filialen in Berlin an Rewe gehen. Die Märkte in Bayern dagegen würden wohl bei Edeka bleiben.

Unklar ist demnach noch, wer die Filialen in Nordrhein-Westfalen übernimmt. Kaiser's Tengelmann beschäftigt derzeit in gut 400 Filialen in München und Oberbayern, im Großraum Berlin und im Rheinland noch rund 15 000 Mitarbeiter.

Damit das Ergebnis der Schlichtung umgesetzt werden kann, sind noch einige wichtige Punkte zu klären. Dabei geht es etwa um den Kaufpreis und die genaue Festlegung der abzugebenden Filialen.

Die unter Leitung von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) erreichte Lösung sieht vor, dass eine Einigung bis zum Freitag (4. November) angestrebt wird und Rewe bis 11. November seine Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen die Ministererlaubnis für eine Fusion von Edeka mit Kaiser's Tengelmann zurückzieht. Norma und Markant hatten dies bereits getan.

dpa

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