Täglich rund 400 Fälle

Bielefelder 55-Millionen-Blitzer wieder vor Gericht

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Mehr als 55 Millionen Euro haben die Radarkameras seit 2008 in die Stadtkasse von Bielefeld gespült. Foto: Friso Gentsch

Minden (dpa) - Über den heftig umstrittenen Autobahnblitzer am Bielefelder Berg wird seit heute wieder vor Gericht gestritten. Im Prozess um die Klage eines Autofahrers legte die Bezirksregierung jetzt Unterlagen vor, um die Notwendigkeit der Radaranlage an der A2 zu untermauern.

Der Kläger aus Gütersloh, der dort "geblitzt" worden war und eine Buße zahlen musste, hält die Radarmessungen nicht für gerechtfertigt. Sein Anwalt beanstandete die Berechnungen der Bezirksregierung als fehlerhaft und will für das Verfahren vor dem Mindener Verwaltungsgericht einen Sachverständigen hinzuziehen. Daher war vorerst unklar, ob am Donnerstag noch ein Urteil fällt.

Die Radarfalle an der dreispurigen Autobahn hat seit ihrer Inbetriebnahme 2008 mehr als 55 Millionen Euro in die Stadtkasse von Bielefeld gespült. Täglich werden hier rund 400 Fahrer erwischt, die gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 Stundenkilometern verstoßen. Die Behörde hält die Strecke für zu kurvenreich, zu steil und zu stark befahren, um die Begrenzung aufzuheben. Weil das Gericht Nachweise für diese Auffassung vermisste, hatte sich der Prozess verzögert.

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