Gegen Japan

Volleyballer zittern sich zu Top-Weltliga-Start

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Bundestrainer Vital Heynen.

Bamberg - Nach einem echten Zitterduell haben die deutschen Volleyballer doch noch einen optimalen Start in die Weltliga hingelegt.

Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen besiegte am Samstag in Bamberg Japan in einem Krimi und hat damit ihre ersten beiden Partien in Gruppe D gewonnen. Die DVV-Schmetterkünstler waren beim 3:2 (25:23, 25:21, 27:29, 23:25, 15:9) vor 1150 Zuschauern gegen den Weltranglisten-17. aber wesentlich mehr gefordert als noch tags zuvor und hätten beinahe eine 2:0-Satzführung verschenkt. Am Freitag hatte der EM-Sechste Japan noch glatt mit 3:0 geschlagen.

Nach dem gelungenen Auftakt vor heimischer Kulisse in dem Prestigewettbewerb gehen die DVV-Männer, die erst seit wenigen Tagen in der Vorbereitung sind, nun auf Reisen. Am kommenden Wochenende treffen sie in Salta auf Argentinien. Der Weltranglisten-Siebte ist jedoch ein anderes Kaliber als Japan.

Heynen würfelte seine Startformation für das zweite Kräftemessen mit dem Olympiasieger von 1972 durcheinander. Dennoch präsentierte sich die junge Mannschaft um Kapitän Jochen Schöps von Beginn an harmonischer als noch am Vortag, als sie in Abwehr und Block gehörige Abstimmungsprobleme gezeigt hatte. Verdient gingen die Männer des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) mit 10:6 in Führung.

Nippon blieb jedoch ein unangenehmer Gegner. Vor allem mit ihrer unorthodoxen Offensive legte die Mannschaft von Trainer Masashi Nambu das eine oder andere Male die Deckung der Deutschen bloß. Beim Stand von 20:20 war trotz einer erneut feinen Angriffsleistung von Außenangreifer Fromm Zittern angesagt. Mittelblocker Michael Andrei verwandelte aber den zweiten Satzball zum 25:23.

Die nimmermüden Japaner ließen sich weiter nicht hängen, das deutsche Spiel kam nicht richtig zur Entfaltung. Immer wieder schlichen sich bei Schöps & Co. auch bei den Aufschlägen leichte Fehler ein. 8:11 war daher der Zwischenstand aus deutscher Sicht. Mit wuchtigen Bällen hielt der überragende Fromm die DVV-Männer aber in der Partie. Mit 17:16 übernahmen sie erstmals wieder die Führung. Fromm sicherte dem Weltliga-Siebten von 2013 dann auch Durchgang zwei.

Den Start in den dritten Abschnitt verschlief Deutschland komplett. Auf einmal lag die Heynen-Truppe, bei der sich Zuspieler Lukas Kampa leicht an der linken Hand verletzte, mit 1:7 zurück. Mit einer konzentrierteren Leistung kämpfte sich die DVV-Mannschaft zumindest wieder in die Partie, fünf Matchbälle ließ sie jedoch ungenutzt.

Selbes Szenario im vierten Satz: Deutschland lag gegen die angriffsstarken Japaner schnell mit 3:7 in Rückstand und taute erst langsam auf. Nippon bewahrte aber wieder kühlen Kopf. Im letzten Durchgang zeigten hingegen Heynens Männer Nervenstärke und zitterten sich zu ihrem zweiten Weltliga-Erfolg in dieser Saison.

dpa

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